Die politische Macht der Städte

Meldungen, 14. Februar 2017
Von: Inge Beckel

Manuela Carmena von Madrid an einer Tagung der Bürgermeisterinnen; rechts aussen Ada Calau von Barcelona. Bild: citiscope.org/

Papst Franziskus hat sich schon mehrfach als «versteckten» Urbanisten zu erkennen gegeben. Denn er ist der Ansicht, die Aufwertung der Lebensorte der Menschen – besonders der Benachteiligten – kann Leben verbessern. Auf Ende letzten Jahres hat er Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zu einem Austausch und zu Diskussionen nach Rom eingeladen.

Schon 2015 hatte Papst Franziskus erstmals eine Einaldung an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in der ganzen Welt verschickt, seine Gäste in Rom zu sein und sich dabei darüber auszutauschen, wie sie als Verantwortliche von Städten diese ihre Orte für die dort lebenden Menschen sowie für Gäste besser, also lebenswerter machen können, wie auf Citiscope nachzulesen ist. Denn im Unterschied zu nationalen Regierungen und ihren Politikern und Politikerinnen und Präsidenten, die sich einen Grossteil ihrer Zeit sinngemäss im Konkurrenzkampf um Macht und Aufmerksamkeit untereinander wiederfinden, sind Bürgermeister näher an den Menschen. Sie leben mit ihnen vor Ort, auch wenn Metropolen wie Rom oder Madrid flächenmässig sehr gross sind und sich in ihnen entsprechend sehr verschiedenene Alltagsrealitäten finden. Auch Stadtforscher Bruce Katz beispielsweise plädiert dafür, dass sich Städte jenseits der Trägheit nationaler Institutionen mitsamt ihren Verantwortlichen für ihre Bügerinnen und Bürger einsetzen und sich dabei untereinander besser vernetzen sollen, wir haben berichtet.


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