Call for Papers: Ghostbusters
Die 80er Jahre, ihre "Ghosts" und mögliche "Busters"
Die 80er Jahre
Während die Generation der jetzt 50- bis 60-Jährigen in die turbulente und aufbruchsgeprägte Zeit der 68er Jahre hineinwuchs, waren die für die heute 30- bis 40-Jährigen prägenden 80er Jahre von Globalisierung mit gleichzeitigem Rückzug ins Private, einem stark wachsenden tertiären Sektor, einer sich vergrössernden Kluft zwischen Arm und Reich, der Erosion des Ostblocks, der Tschernobyl-Katastrophe, der Durchsetzung des Fernsehens als Leitmedium, dem Aufstieg des Mediums Computer, dem Waldsterben, zahlreichen neuen Musikstilen und nicht zuletzt auch der postmodernen Architektur geprägt. „Wenn es so etwas wie eine allgemeine Formel zum übergreifenden Verständnis [der 80er] gibt, dann wäre (...) dies (...) die gebrochene Fixierung auf das eigene Ich - im Wirtschaftsleben, in der Politik, im Konsumalltag von jedermann.“ (Werner Faulstich, Die Kultur der 80er Jahre)
„Ghosts“ und „Busters“
Die Ghostbusters-Ausgabe möchte einerseits die prägende Stimmung der 80er Jahre aus der heutigen Perspektive beleuchten und gleichzeitig den Diskurs über die Ghostbusters lancieren. Dabei stellt sich Camenzind sowohl die Frage nach den Ghosts, als auch die nach den Busters. Welche Ghosts beschäftigen uns heute? Welche alten Seelen und Übermenschen, Wertevorstellungen, Grundeinstellungen, Ängste und Hoffnungen beeinflussen bis heute unser Wirken und Handeln, ohne dass wir dies bewusst reflektieren? Auch der Frage nach den Busters möchten wir hinterher jagen. Welchen Ghosts möchte man sich entgegenstellen und wie? Wie könnte eine Geisteraustreibung aussehen? Was würde dabei verschwinden und was kaputtgehen? Welche Ghosts, die wir damals riefen, werden wir nicht mehr los? Camenzind stellt dabei auch die Frage nach der Rolle der Avantgarde in Architektur und Städtebau, die sich üblicherweise als Ghostbuster versteht und auch so auftritt.
Perspektiven
Die Beiträge können aus unterschiedlichen fachlichen (Ernährungsberater bis Architekt/Planer) oder aus sehr persönlicher und emotionaler Perspektive verfasst werden.
Texte, Bilder und mehr
Möglich sind alle Arten von Beiträgen: Texte, Bilder, Collagen, Pläne, Anleitungen etc. Da auch Nicht-Fachleute Camenzind lesen, bitten wir alle Autorinnen und Autoren, die hochwissenschaftliche Schreibader im Zaum zu halten, und Texte für sowohl höchste inhaltliche Ansprüche als auch erquickendsten Lesegenuss zu verfassen.
Die Kategorien
1. „80ies“ Erlebnisberichte aus den 80ern, typische Dokumente, verschollene Schätze, kulturelle Exegesen, Plattitüden und Exklusives, etc...
2. „Ghosts“: Untersuchungen unserer heutigen Situation auf unbewusste Einflüsse, uneingestandene Wertvorstellungen, formale Kurzschlüsse, geheime Traditionen etc...
3. „Busters“: Befreiungsschläge konstruktiver, destruktiver, intellektueller, formaler, bildlicher oder textlicher Natur.
Daten und Kontakt
- Eingabeschluss: 1. September 2012
- an: [email protected] oder auch per Post:
- Camenzind, Hardstrasse 69, CH-8004 Zürich
- Texte auf Deutsch, Französisch und Englisch; nicht länger als 2500 Wörter
- gerne besprechen wir die Beiträge vorab per E-Mail, Fax, BTX, Telefongespräch - oder auch über ein Medium.
- Camenzind #10 erscheint am 12.12.2012.
Die 80er Jahre
Während die Generation der jetzt 50- bis 60-Jährigen in die turbulente und aufbruchsgeprägte Zeit der 68er Jahre hineinwuchs, waren die für die heute 30- bis 40-Jährigen prägenden 80er Jahre von Globalisierung mit gleichzeitigem Rückzug ins Private, einem stark wachsenden tertiären Sektor, einer sich vergrössernden Kluft zwischen Arm und Reich, der Erosion des Ostblocks, der Tschernobyl-Katastrophe, der Durchsetzung des Fernsehens als Leitmedium, dem Aufstieg des Mediums Computer, dem Waldsterben, zahlreichen neuen Musikstilen und nicht zuletzt auch der postmodernen Architektur geprägt. „Wenn es so etwas wie eine allgemeine Formel zum übergreifenden Verständnis [der 80er] gibt, dann wäre (...) dies (...) die gebrochene Fixierung auf das eigene Ich - im Wirtschaftsleben, in der Politik, im Konsumalltag von jedermann.“ (Werner Faulstich, Die Kultur der 80er Jahre)
„Ghosts“ und „Busters“
Die Ghostbusters-Ausgabe möchte einerseits die prägende Stimmung der 80er Jahre aus der heutigen Perspektive beleuchten und gleichzeitig den Diskurs über die Ghostbusters lancieren. Dabei stellt sich Camenzind sowohl die Frage nach den Ghosts, als auch die nach den Busters. Welche Ghosts beschäftigen uns heute? Welche alten Seelen und Übermenschen, Wertevorstellungen, Grundeinstellungen, Ängste und Hoffnungen beeinflussen bis heute unser Wirken und Handeln, ohne dass wir dies bewusst reflektieren? Auch der Frage nach den Busters möchten wir hinterher jagen. Welchen Ghosts möchte man sich entgegenstellen und wie? Wie könnte eine Geisteraustreibung aussehen? Was würde dabei verschwinden und was kaputtgehen? Welche Ghosts, die wir damals riefen, werden wir nicht mehr los? Camenzind stellt dabei auch die Frage nach der Rolle der Avantgarde in Architektur und Städtebau, die sich üblicherweise als Ghostbuster versteht und auch so auftritt.
Perspektiven
Die Beiträge können aus unterschiedlichen fachlichen (Ernährungsberater bis Architekt/Planer) oder aus sehr persönlicher und emotionaler Perspektive verfasst werden.
Texte, Bilder und mehr
Möglich sind alle Arten von Beiträgen: Texte, Bilder, Collagen, Pläne, Anleitungen etc. Da auch Nicht-Fachleute Camenzind lesen, bitten wir alle Autorinnen und Autoren, die hochwissenschaftliche Schreibader im Zaum zu halten, und Texte für sowohl höchste inhaltliche Ansprüche als auch erquickendsten Lesegenuss zu verfassen.
Die Kategorien
1. „80ies“ Erlebnisberichte aus den 80ern, typische Dokumente, verschollene Schätze, kulturelle Exegesen, Plattitüden und Exklusives, etc...
2. „Ghosts“: Untersuchungen unserer heutigen Situation auf unbewusste Einflüsse, uneingestandene Wertvorstellungen, formale Kurzschlüsse, geheime Traditionen etc...
3. „Busters“: Befreiungsschläge konstruktiver, destruktiver, intellektueller, formaler, bildlicher oder textlicher Natur.
Daten und Kontakt
- Eingabeschluss: 1. September 2012
- an: [email protected] oder auch per Post:
- Camenzind, Hardstrasse 69, CH-8004 Zürich
- Texte auf Deutsch, Französisch und Englisch; nicht länger als 2500 Wörter
- gerne besprechen wir die Beiträge vorab per E-Mail, Fax, BTX, Telefongespräch - oder auch über ein Medium.
- Camenzind #10 erscheint am 12.12.2012.
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hemmi fayet
architekten ag eth sia, Zürich
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