gesundes Wohnen

Pilotbau in Sachen «gesundes Wohnen» – die Stadt Zürich beabsichtigt, der Wohnbaugenossenschaft Gesundes Wohnen MCS ein kleines Grundstück im Baurecht abzugeben und hat einen Studienauftrag unter fünf Büros durchgeführt, woraus die Andreas Zimmermann Architekten AG aus als Sieger hervorgegangen ist. Geplant sind 15 Wohnungen, die hohen baubiologischen Anforderungen genügen und europaweit Pilotcharakter haben. Denn das Legislaturziel «Wohnraum für alle» heisse für die Stadt auch, eine Bevölkerungsgruppe zu unterstützen, die es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwierig habe, so Martin Vollenwyder an einer Medienkonferenz vom vergangenen Dienstag. MCS-Kranke reagieren mit extremer Unverträglichkeit auf Schad- und Duftstoffe, Chemikalien und Strahlung. Das Pilotprojekt in Leimbach wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert, schliesslich sollen die erwarteten Erkenntnisse auch der Allgemeinheit zugute kommen. Denn während die Bauten auf der einen Seite immer besser gedämmt werden, sind auf der anderen Seite die Baumaterialien nicht «gesünder» geworden - im Gegenteil. Chemie macht ihre Verarbeitung stets einfacher, die Belastung der Luft dagegen wird erhöht, worauf immer mehr Menschen mit Unverträglichkeiten reagieren. ib


