Sanierung rund ums Sofa - Erweiterung Kino Xenix

Die geschätzten Sofas sind geblieben. Neu ist die Podesterie mit Bestuhlung, damit alle auf die Leinwand sehen.

(Fotos: Hannes Henz)
Im weichen Sofa versinken und in den Film eintauchen ist der Kern des Studiokinos Xenix. So war das schon in den Achtzigerjahren im AJZ in Zürich. Die Stühle und Sofas kamen aus dem Brocki, der Raum war verqualmt und draussen tobten die Jugendunruhen. Das AJZ verschwand, das Xenix machte weiter – in einer Schulbaracke auf dem Kanzleiareal. Die Sofas wurden schöner, die Filme blieben Kult, die Bar beliebt.
Um das Ambiente in der Bar zu erhalten, ist der neue Eingangsbereich im gleichen Stil gehalten.
Zum 25-jährigen Jubiläum sprach die Stadt Zürich einen Kredit zur Erneuerung aus. Der Filmclub Xenix, allen voran ihr Geschäftsführer Eric Staub, trug den Rest bei. Für die Architekten Barbara Frei und Martin Saarinen war der Umbau ihr erstes realisiertes Projekt. Sie erweiterten die Baracke um den erlaubten Drittel Grundfläche und knickten die Fassade um eine geschützte Rosskastanie. Dies ergibt eine vergrösserte Bar, die in der Form neu, in Material und Bauart aber alt geblieben ist. Der separate Kinoteil erhielt eine eigene Toilette und viel neue Technik. Im rot-schwarzen Saal mit 112 Plätzen sitzen die Besucher heute auf einer Podesterie in roten Stühlen oder in den altehrwürdigen Sofas und versinken immer noch in ausgewählten Studiofilmen. SL
Im Sommer ist der Platz meist übervoll von Leuten. Der riesige, umklappbare Fensterflügel öffnet die Bar nach aussen.
Die Baracke wurde rechts um einen Drittel vergrössert. Beim Kinoeingang gibt es ein seperates WC, mehr Platz für die Bar.
Erweiterung Kino Xenix
Zürich
2007

Bauherr
Stadt Zürich

Architektur
Frei+Saarinen
Zürich

Holzbau
Reusser
Winterthur

Anlagekosten
2,17 Mio.CHF
(BKP 1–9)