SAM Architekten haben kürzlich einen Pavillon in Adliswil fertiggestellt. René Antoniol wählt drei Zeichnungen und drei Fotos und beantwortet unsere sieben Fragen.
Der Pavillon im Hof
Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?
Einerseits in der grossen gestalterischen Freiheit, weil von der Bauherrschaft lediglich ein Unterstand für die witterungsunabhängige Nutzung des Innenhofes gewünscht wurde. Andererseits die ausschliessliche Verwendung von Stahlblech, welche es uns erlaubte Raum und Tragwerk in einem skulpturhaften Objekt zu verschmelzen. Der Reiz lag für uns dabei in der Reduktion auf die Struktur, die ohne sekundäre Elemente auskommt.
Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?
Der Anspruch lag darin, den streng geometrisch angelegten Innenhof durch die organische Gestaltung des Pavillons zu kontrastieren. Das Seerosenblatt war Referenz für die Dachstruktur, deren Untersicht durch die verwendete Rippenstruktur den Kräftefluss nachzeichnet. Im Entwicklungsprozess wurden die statisch notwendigen Elemente in Anzahl und Dimension so reduziert, dass Fertigung, Gewicht und Preis optimiert werden konnten.
Einerseits in der grossen gestalterischen Freiheit, weil von der Bauherrschaft lediglich ein Unterstand für die witterungsunabhängige Nutzung des Innenhofes gewünscht wurde. Andererseits die ausschliessliche Verwendung von Stahlblech, welche es uns erlaubte Raum und Tragwerk in einem skulpturhaften Objekt zu verschmelzen. Der Reiz lag für uns dabei in der Reduktion auf die Struktur, die ohne sekundäre Elemente auskommt.
Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?
Der Anspruch lag darin, den streng geometrisch angelegten Innenhof durch die organische Gestaltung des Pavillons zu kontrastieren. Das Seerosenblatt war Referenz für die Dachstruktur, deren Untersicht durch die verwendete Rippenstruktur den Kräftefluss nachzeichnet. Im Entwicklungsprozess wurden die statisch notwendigen Elemente in Anzahl und Dimension so reduziert, dass Fertigung, Gewicht und Preis optimiert werden konnten.
Situation im Innenhof zwischen Bürotrakt und Cafeteria
Wie hat der Ort auf den Entwurf eingewirkt?
Die vordergründig freie Form des Stahldaches ist nicht beliebig, sondern wurde aus den Parametern des Ortes und der Nutzungsanforderungen heraus entwickelt. So grenzt im Nordosten eine Spitze der Blattform nahe an den Annexbau der Cafeteria ohne diesen zu berühren. Mit einem Schritt gelangt man vom dortigen Ausgang unter das schützende Dach und wird mit der grosszügig geschwungenen Form in die Längsrichtung des Hofraumes geführt. Um die Belichtungssituation in der Cafeteria nicht zu beeinträchtigen, erfährt das Dach auf der Nordostseite eine wellenförmige Einbuchtung, die zur charakteristischen Gesamtform führt.
Die vordergründig freie Form des Stahldaches ist nicht beliebig, sondern wurde aus den Parametern des Ortes und der Nutzungsanforderungen heraus entwickelt. So grenzt im Nordosten eine Spitze der Blattform nahe an den Annexbau der Cafeteria ohne diesen zu berühren. Mit einem Schritt gelangt man vom dortigen Ausgang unter das schützende Dach und wird mit der grosszügig geschwungenen Form in die Längsrichtung des Hofraumes geführt. Um die Belichtungssituation in der Cafeteria nicht zu beeinträchtigen, erfährt das Dach auf der Nordostseite eine wellenförmige Einbuchtung, die zur charakteristischen Gesamtform führt.
Im Gebrauch
Gab es bedeutende Projektänderungen vom ersten Entwurf bis zum vollendeten Bauwerk?
Die Änderungen waren marginal und betrafen nebst Optimierungen und kleineren formalen Anpassungen hauptsächlich das Verschieben der ursprünglich mittig angeordneten Stützen an den Rand der Struktur. Dies ermöglicht eine freiere Möblierung des überdachten Raumes und lässt den Dachrand zum integralen Bestandteil des Tragwerkes werden.
Die Änderungen waren marginal und betrafen nebst Optimierungen und kleineren formalen Anpassungen hauptsächlich das Verschieben der ursprünglich mittig angeordneten Stützen an den Rand der Struktur. Dies ermöglicht eine freiere Möblierung des überdachten Raumes und lässt den Dachrand zum integralen Bestandteil des Tragwerkes werden.
Strukturelle Referenz und tragkonstruktives Prinzip
Wie gliedert sich das Gebäude in die Reihe der bestehenden Bauten des Büros ein?
Als kleines Bauwerk, mit dem in Planung und Ausführung sämtliche Herausforderungen unseres Metiers zu meistern waren, reiht sich der Swiss Re Pavillon in die breite Palette von unterschiedlichsten Bauaufgaben ein, bei welchen stets der Ort und die Nutzung die adäquate Lösung entscheidend beeinflussen.
Beeinflussten aktuelle energetische, konstruktive oder gestalterische Tendenzen das Projekt?
In enger Zusammenarbeit mit den Bauingenieuren wurde die Struktur hinsichtlich einem wirtschaftlichen Verhältnis zwischen Materialeinsatz und Tragfähigkeit optimiert. 3D-CAD-Modelle ermöglichten dabei stets die Überprüfung von Gewicht, Konstruktion und Fügung und erlaubten zudem, die geometrisch komplexen Abwicklungen insbesondere des Dachrandes für Zuschnitt und Walzung zur Verfügung zu stellen.
Als kleines Bauwerk, mit dem in Planung und Ausführung sämtliche Herausforderungen unseres Metiers zu meistern waren, reiht sich der Swiss Re Pavillon in die breite Palette von unterschiedlichsten Bauaufgaben ein, bei welchen stets der Ort und die Nutzung die adäquate Lösung entscheidend beeinflussen.
Beeinflussten aktuelle energetische, konstruktive oder gestalterische Tendenzen das Projekt?
In enger Zusammenarbeit mit den Bauingenieuren wurde die Struktur hinsichtlich einem wirtschaftlichen Verhältnis zwischen Materialeinsatz und Tragfähigkeit optimiert. 3D-CAD-Modelle ermöglichten dabei stets die Überprüfung von Gewicht, Konstruktion und Fügung und erlaubten zudem, die geometrisch komplexen Abwicklungen insbesondere des Dachrandes für Zuschnitt und Walzung zur Verfügung zu stellen.
Dachaufsicht und Schnitt durch den Hof
Welches Produkt oder Material hat zum Erfolg des vollendeten Bauwerks beigetragen?
Für die Konstruktion des Pavillons kam ein einziges Material zum Einsatz: Stahlblech.
Alle Einzelteile wurden ohne den Einsatz von Sekundärelementen verschweisst, was zu einem monolithischen und damit objekthaften Erscheinungsbild führte.
Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Kritiken!
Für die Konstruktion des Pavillons kam ein einziges Material zum Einsatz: Stahlblech.
Alle Einzelteile wurden ohne den Einsatz von Sekundärelementen verschweisst, was zu einem monolithischen und damit objekthaften Erscheinungsbild führte.
Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Kritiken!
Pavillon Swiss Re
2011
Adliswil ZH
Auftragsart
Direktauftrag
Bauherrschaft
Swiss Re, Zürich
Architektur und Bauleitung
SAM Architekten und Partner AG, Zürich
Projektleiter: Olivier Blaser
Fachplaner
Bauingenieur: Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich
Gesamtkosten BKP 1-9
CHF 200'000.-
Massgeblich beteiligte Unternehmer
Stahlbau: Josef Meyer AG, Emmen
Baumeister: De Capitani AG, Zürich
Oberfläche: Blaser Maler GmbH, Zürich
Fotos
Dominique Marc Wehrli
Olivier Blaser, SAM Architekten
2011
Adliswil ZH
Auftragsart
Direktauftrag
Bauherrschaft
Swiss Re, Zürich
Architektur und Bauleitung
SAM Architekten und Partner AG, Zürich
Projektleiter: Olivier Blaser
Fachplaner
Bauingenieur: Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich
Gesamtkosten BKP 1-9
CHF 200'000.-
Massgeblich beteiligte Unternehmer
Stahlbau: Josef Meyer AG, Emmen
Baumeister: De Capitani AG, Zürich
Oberfläche: Blaser Maler GmbH, Zürich
Fotos
Dominique Marc Wehrli
Olivier Blaser, SAM Architekten
Jobs
Fanzun AG
dipl. Architekten + Ingenieure, Chur
dipl. Architekten + Ingenieure, Chur
Nellen & Partner AG, Zürich
ArchStudioArchitekten AG
Dipl. Architekten HTL ETH AA, Zürich
Dipl. Architekten HTL ETH AA, Zürich
Stücheli Architekten, Zürich
Stücheli Architekten, Zürich






