Gemeindeverwaltungszentrum
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Engineer
Dr. Lüchinger + Meyer
Bauingenieure AG

Project
Gemeindeverwaltungszentrum
Affoltern am Albis / Schweiz, 2005
Description
Architekten: Müller Sigrist, Zürich
Fotos: Huberlendorff Fotographie, Zürich

Projekt:
Gemeindeverwaltungszentrum Affoltern am Albis
Bauherrschaft:
Gemeinde Affoltern am Albis
Architekten:
Müller Sigrist Architekten, Zürich
Leistungen:
Architekten Wettbewerb, Projektierung, Ausführung
Bauzeit:
2004 - 2005

Der Neubau des Gemeindeverwaltungszentrums kann aus konstruktiver Sicht in die Bereiche Tiefgarage, Gemeindehaus, Saal und Marktplatzdach unterteilt werden. Die drei Gebäudeteile wurden als Stahlbetonskelett mit aussteifenden Wänden erstellt, das Marktplatzdach als Stahlkonstruktion.

Für das Untergeschoss und die Tiefgarage war ein Aushub mit einer Tiefe von rund 4 m erforderlich. Die Baugrube konnte grösstenteils frei geböscht werden. In verschiedenen Bereichen musste ein vertikaler Baugrubenabschluss erstellt werden. Dazu wurde eine abgespriesste Rühlwand eingesetzt. Angrenzende Gebäude wurden konventionell unterfangen.

Die Tiefgarage liegt unter dem neuen Marktplatz und dem Saal. Die Wände und die Bodenplatte sind 25 cm dick. Die 30 cm starke Flachdecke liegt auf den Aussenwänden und auf vorfabrizierten Betonstützen.
Die Tragstruktur des Gemeindehauses besteht aus 25 cm dicken Flachdecken, die auf Betonstützen und den aussteifenden Betonwänden gelagert sind.
Der Saal wird mit 1,4 m hohen und 18,5 m langen Unterzügen überspannt. Die Längswände des Saales stehen auf der Tiefgaragendecke. Die Galerie hinten im Saal steht nicht direkt auf der Garagendecken, sondern sie spannt über die gesamte Saalbreite. Dies war erforderlich, weil sonst durch die verschiedenen Verformungsverhalten der Bauteile eine starke Rissbildung in den Galeriewänden entstanden wäre.
Alle Lasten werden über Streifen- und Einzelfundamente in die kompakte Moräne abgegeben.
Die Treppenhäuser und die Rückwand vom Foyer wurden in Sichtbetonqualität erstellt.

Das Marktplatzdach wurde als Stahlkonstruktion ausgebildet. Die Längsträger haben eine Spannweite von 21 m. Im Aussenbereich bestehen sie aus einem 810mm hohen Blech. Dieses ist im oberen Bereich durch Steifen verstärkt, welche zusätzlich als Auflager für die Glasplatten genutzt werden. Über dem Foyer wird der Raum mit HEB 550 Profilen überspannt.
Die Längsträger liegen auf der Gebäudeseite auf Konsolen auf, welch die Lasten auf die Betonstruktur abgeben. Auf der Aussenseite sind sie mit einem Kastenträger verbunden, welcher auf zwei Stützen und der Saalwand gelagert ist.
Quer zu den Längsträgern sind 510mm hohe Bleche eingebaut, welche die horizontalen Lasten auf die Rahmenkonstruktion über dem Foyer abgeben, und von dort in die Betonwände abgetragen werden.
Alle sichtbaren Stahlelemente wurden vorgängig oder vor Ort zusammengeschweisst.