Tristan Kobler
1960 in Luzern geboren, diplomierte 1987 als Architekt an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Anschliessend realisierte er bis 1996 als Szenograf und Kurator am Museum für Gestaltung Zürich mit Martin Heller, Alois Martin Müller und Claude Lichtenstein rund sechzig Ausstellungen in den Bereichen Grafik, Medien, Kunst, Fotografie und Kunsttheorie.

Nach drei Jahren als selbstständiger Architekt und Szenograf in Zürich und Berlin initiierte er 1999 mit Dorothea Wimmer und Teresa Chen das Kunst- und Kulturprojekt KLINIK in Zürich und gründete im Anschluss sein eigenes Architekturbüro Morphing Systems, das sich neben Architektur schwerpunktmässig mit Szenografie beschäftigte.
Mit extasia, einer Arbeitsgemeinschaft von mehreren internationalen Architekturbüros, entwickelten und realisierten Morphing Systems die Arteplage in Yverdon-les-Bains an der Expo.02.

2004 gründete Tristan Kobler mit Barbara Holzer das heute international tätige Architekturbüro Holzer Kobler Architekturen in Zürich, das sich erfolgreich mit Projekten aus Kultur und Wirtschaft befasst. In ihren Arbeiten manifestieren sich Architektur und Ausstellungsgestaltung als vielschichtige Thematik und kultureller Beitrag.

Tristan Kobler unterrichtete 1988 und 1997 in der Abteilung für Architektur an der ETH Zürich an den Professuren Vincent Mangeat, Marc Angélil und Daniel Libeskind. Seit 1994 hat er an internationalen Hochschulen in der Schweiz, Frankreich und Deutschland unterrichtet. 2009/2010 hatte er gemeinsam mit Barbara Holzer eine Gastprofessur an der Abteilung für Architektur an der ETH Zürich inne. Seit 2009 ist er Professor an der ECAL, der École cantonal d’art de Lausanne.