PLATZGESTALTUNG MIT BUSBAHNHOF MAX-FRISCH PLATZ
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Landscape Architect
Rosenmayr Landschaftsarchitektur GmbH

Project
PLATZGESTALTUNG MIT BUSBAHNHOF MAX-FRISCH PLATZ
Zürich-Oerlikon / Schweiz, 2009
Description
Projektwettbewerb 2009

Auftraggeber: Stadt Zürich, Tiefbauamt
Architektur: Braendlin Kreiselmayer Architekten ETH, Zürich | Verkehrsplanung: mrs Partner AG, Zürich
Städtebau: Han van de Wetering, Zürich | Kunst: Isabelle Krieg, Berlin und Zürich

einfach und robust - jedoch nicht ohne Charisma
Ein Baumkörper neben der Quartierverbindung schafft eine durchlässige Zone mit hoher Aufenthaltsqualität: der Wartebereich wird im Sommer beschattet und ist geschützt vor der Witterung. Funktional ist der Ort die Platzbühne, wo sich Nutzer ohne Konsumationspflicht aufhalten können, räumlich ist es die Fortsetzung des orangen Lichtkörpers der Quartierverbindung - der Platz wird über die ganze Länge gefasst.
Gegenüber wird der Platzrand mit mächtigen Lichtstelen markiert, die den Ort unverkennbar machen. Die Flächen dazwischen bleiben offen und werden durch die zukünftigen Erdgeschossnutzungen des Neubaus bespielt (Restauration, Strassencafe, Geschäfte). Die Platzfläche selbst besteht aus hellen, grossformatigen Ortsbetonplatten, wobei das kleine Format jeweils den Fussgängerbereich markiert.

"Alltag ist nur durch Wunder erträglich", Max Frisch, Schriftsteller, 1911–1991
Max Frisch war ein genauer Beobachter seiner Zeitgenossen und der Gesellschaft. Sein Werkzeug waren Papier und Schreibmaschine, sein Produkt der Text. Der Entwurf beabsichtigt diese Werkzeuge an Ort und Stelle zu inszenieren:
Der Platz wird geprägt durch einen Plattenbelag im Din-Format. Das Seitenverhältnis ist analog dem Papierformat A4. An wenigen Orten tauchen kaum sichtbar und unaufdringlich Buchstaben als feine Vertiefungen im Belag auf. Erst beim Abtrocken des Platzes nach einem Platzregen treten sie deutlicher hervor.
Die Platzmöblierungen scheinen vertraute Formen zu haben. Die Gestaltung der Elemente wird der Formensprache einer "Hermes-Baby" entlehnt, welche durch die Vergrösserung zuzätzlich verfremdet werden. So entstehen aus den Sitzelemente etwa die "Sitz-Tasten" und aus den Leuchtstelen die "Licht-Staben".
Die Zeichen dürfen vieles können aber müssen nichts wollen: sie überraschen den Betrachter im Alltag und machen ihn wundern.