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Ein Fenster für das Alter

Mit den Knicken und den doppelgeschossigen Durchgängen passt sich das grosse Haus dem Terreinverlauf an.Foto: Ruedi Walti
Mit den Knicken und den doppelgeschossigen Durchgängen passt sich das grosse Haus dem Terreinverlauf an.

Foto: Ruedi Walti
Im Wettbewerb um den Ersatzneubau des Altersund Pflegeheims Obesunne in Arlesheim teilten die meisten Projekte die Wohnungen in mehrere Volumen auf. Dies entspricht dem Massstab der umliegenden Wohnbauten, widerspricht jedoch dem Gedanken, die Gemeinschaft zu fördern. Mathias E. Frey und Muellermueller Architekten überzeugten die Jury mit einem mehrfach geknickten Baukörper, der sich trotz Grösse und Dichte ins bestehende Quartier einordnet. Die Durchbrüche zwischen den Baukörpern sind gemeinschaftlich nutzbare, gedeckte Aufenthaltsorte mit Bezügen zum Aussenraum. Gleichzeitig bilden sie Fenster in die Landschaft und brechen das Volumen. Die Grundrisse der 74 Wohnungen sind vorwiegend übereck oder Nord-Süd ausgerichtet. Die Loggien wurden in einen neuartigen Raumtypus uminterpretiert: die «Cuggia», ein sich über die ganze Breite der Küche spannendes Schiebefenster.
Katharina Marchal
Gundriss: 1. Obergeschoss mit den zweistöckigen Durchgängen.
Gundriss: 1. Obergeschoss mit den zweistöckigen Durchgängen.
Alterswohnungen
2009

Arlesheim BL

Bauherrschaft

Stiftung zur Obesunne
Arlesheim

Architektur

Mathias E. Frey Architekten
Muellermueller Architekten
Basel

Anlagekosten

(BKP 1-9)
CHF 19 Mio.

Gebäudekosten

(BKP 2/m3)
CHF 617.-

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