Sportbad Eggenberg

Graz Eggenberg, Austria
Visualization © A. Hess
Visualization © A. Hess
Visualization © A. Hess
Architects
Architekt Norbert Müller
Location
Graz Eggenberg, Austria
Year
2008
Team
M. Prettenthaler, A. Hess, urban-filter.com

Die prinzipielle Haltung einer durch kompakte Organisation der Funktionen und Nutzerbereiche verdichteten Großform mit klar zonierter räumlicher Volumendurchmischung und Höhenstaffelung wird auch in der Überarbeitungsphase beibehalten und konsequent weiterentwickelt.

Mit der bewußten additiven Anordnung der beiden Hauptbecken in Längsachse erstreckt sích die wesentliche Orientierung der Form (Öffnung Schleuse, Lehrschwimmbecken, Gastro , Terrassen der einzelnen Ebenen) weiterhin nach Süden, hin zum vorgelagerten Freibereich und bildet mit diesem städtebaulichen Umfeld als Solitär ein Ensemble im Außenraum und eine mögliche spätere Schnittstelle zum angrenzenden ASKÖ-Sportgelände.

Die einzelnen Raumfunktionen werden großteils in ihrer Lage belassen, nur im westlichen Teil der Schwimmhalle erfolgt eine Volumsreduktion im Inneren (nebenbei bessere Sichtbeziehung Wettkampfgeschehen von der Tribüne) zugunsten dynamischer Stützelemente — Sichtbetonkern mit beidseitig angesetzten „Flügeln“. Über dieses neue konstruktive Element im Westen und die Überarbeitung der Dachzone — Hinführung zu einer geschlossenen, zusammenhängenden eigenständigen Form mit gefalteten Flächen und eingeschnittenen Volumen und Öffnungen — Terrassen, Fensterbänder, wird der Charakter der Großform weiter akzentuiert. Das umlaufend (großteils) transparente Basisgeschoß verstärkt dieses Erscheinungsbild — Gegensatz offen / geschlossen = leichte „kommunikative“ Basis (Auftritt nach „Außen“) — schützende Hülle (Rückzugsbereiche). Die zentrale Dachöffnung wird geometisch verfeinert und bildet mit angedachter Struktur und Material der Decke im Inneren der Schwimmhalle eine formale Einheit — Holzdecke, Längsbarten, organische Form. Diesen formalen Weiterentwicklungen folgen auch die Ansätze in konstruktiver und gebäudetechnischer Hinsicht. Logische Tragwerkssysteme, Fassadenkonstruktionen, Haustechnik-Elemente und Materialwahl bzw. Oberflächengestaltung reagieren auf vorgegebene Kosten- und Terminstrukturen, in Abstimmung mit ökologischen und nachhaltigen Überlegungen.

ORGANISATION FREIRAUM
Das Bad orientiert sich unmissverständlich zum Freibereich, wobei das Freibecken mit den angrenzenden großzügig befestigten Flächen, die intensiv bespielbar sind (Tribünenbereich im Veranstaltungsfall, Aufenthaltsbereich bei feuchter Witterung, Erschließungs- und Bewegungszone usw.), gleichsam wie ein Gartenparterre zwischen Gebäude und Grünraum räumlich vermittelt. Im Bereich der Gastronomieterrasse sowie im Bereich des westlichen Außenzugangs treten befestigte Bereiche mit dem landschaftlichen Prinzip in räumlichen Dialog. Der geometrisch gesetzte, hainartige Baumraster, der sich gegen Süden verdichtet und unterschiedlichen Sonnen- bzw. Schattenbedürfnissen der BesucherInnen genügt, wird hier nahe ans Gebäude herangeführt. Eine Sportachse (Beachvolleyball-Courts, Mehrzwecksportfeld, Boule-Bahnen) markiert die südliche Freiraumgrenze; ein durch einen Spielhügel gefasste Gerätespielzone ergänzt das nahe Angebot von Nichtschwimmer- und Babybecken und formuliert den Kinderbereich des Bads im Außenraum. Flache Rasenrampen tragen zur inneren Teilraumbildung bei und bieten attraktive Liegebereiche mit Aussicht auf Sportbecken und Sprungbereich. Gefasst wird der gesamte Außenraumbereich durch eine umlaufende, ganzjährig attraktive Mischhecke, die den nötigen Sichtschutz gewährleistet und den Bad-Außenraum zum „hortus conclusus“ macht.

Link zum Projekt: http://www.archmueller.at/nm_eggenberg.html

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