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Wohnungsbau Wolfswinkel
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Architect
ernst niklaus fausch architekten eth/sia gmbh Project
Wohnungsbau Wolfswinkel
Zürich, 2003 Description
Ort: Wolfswinkel, Zürich AffolternAuftraggeber: ABZ, ZürichInternationaler Studienauftrag auf Einladung 2003 2. Rang Arealgrösse: ca. 30’500 Nutzungen GF SIA 416: Wohnen 31’000 m2, übrige 10’000 m2 Benchmark: Sfr. 3’000.-/m2 Aussenraum: Planetage GmbH, Zürich Haustechnik: Amstein + Walthert
Drei Gevierte werden als klar eingeschnittene Teile in den Stadtraum gesetzt. So entstehen klar erkennbare Adressen und Identitäten mit städtischen Nachbarschaften.
Gegen "Aussen" wird die Fassade glatt verputzt und silber hochglanz gestrichen. Die Fenster sind aussen angeschlagen und die Loggien treten hinter die Fassade zurück. Gegen "Innen" wird der Verputz strukturiert ausgeführt in einem warmen Rostton gestrichen. Die Fenster sind Innen angeschlagen, die Loggien stossen leicht über die Fassade vor. Die Bauten verzahnen sich mit der Stadt über Erschliessungs- und Aufenthaltsvorplätze. Die Zugangssituation für Autos, FussgängerInnen und Velos ist dabei für alle derselbe, eine klare Adresse entsteht. Ein grosszügiger Platz empfängt Besucher und Heimkehrende. Über einen Ausschnitt im Volumen betritt man den Hof. Weite Öffnungen schaffen den Bezug zum Landschaftsraum. Zitterpappeln bilden einen leicht sich bewegenden Vordergrund. Der bronzefarbene Austrieb bietet ein attraktives Farbenspiel mit der rostroten Fassade. Die Grundstruktur der Gevierte ermöglicht einen preisgünstigen Wohnungsbau. Dank des Ausnützens der Topographie muss nur ein minimaler Aushub ausgeführt werden. Eine durchgehende Trag- und Installationsstruktur ermöglicht eine rationelle und kostengünstige Erstellung. Einfache Tragwerke sorgen für eine logische Lastabtragung bis ins Untergeschoss bei sehr wirtschaftlichen Deckenspannweiten. Die Wohnungen vereinen die Qualitäten des inneren Hofraumes mit den Qualitäten der Besonnung und des Ausblicks. Durch die nutzungsflexiblen Räume sind innerhalb derselben Struktur unterschiedlichste Formen der Be-Nutzung möglich. Ein Z-förmiger Raum öffnet eine grosszügige Diagonalbeziehung in der Wohnung. Der Lauf des Tages, der Einfall des Lichtes, Aus- und Durchblicke werden so zu einem bestimmenden und differenziert bespielten Thema des Gebäudes. Der Z-förmige Raum wird durch ein "Sanitärmöbel" (mit Steigstrang, Bad, WC, Küche) als sekundäre, nicht-tragende Struktur in Eingang, Wohnzimmer, Küche gegliedert. Die räumliche Struktur lässt eine Planungsflexibilität zu, welche es ermöglicht, auf unterschiedliche Bedürfnisse und Wohnungsschlüssel einzugehen. |