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Ein Sparwerk für die Axpo

Einzelne Bäume gliedern sich in die bestehende, parkartige Landschaft. Foto: Roger Frei
Einzelne Bäume gliedern sich in die bestehende, parkartige Landschaft.

Foto: Roger Frei
Der Energieversorger Axpo — die früheren Nord­ostschweizerischen Kraftwerke NOK — baut nicht nur Kraftwerke, sondern auch energiesparende Häuser. Im Sommer 2009 wurde der traditionelle Geschäftssitz in Baden um einen Annexbau er­weitert, der den Reduktionszielen der 2000 Watt Gesellschaft gerecht wird. Das Gebäude kann im Niedrigenergiemodus betrieben werden — gemäss Vorgaben des Minergiestandards. Der Standort ist zu Fuss oder mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar, und dank einfacher Tragstruktur und kompakter Form wird die Bilanz der grauen Energie auf niedrigem Niveau gehalten.
Grosszügige Atrien bringen Licht ins Innere, Akustikpanäle sind auch Dekor und verbergen die Lüftung.
Grosszügige Atrien bringen Licht ins Innere, Akustikpanäle sind auch Dekor und verbergen die Lüftung.
Das Werk von Meier Leder Architekten ist auch gestalterisch gelungen. Ihr Anbau umfasst einen viergeschossigen Bürotrakt und einen zweige­schossigen Verbindungsbau, der die neue Kantine beherbergt und das Gebäude an die bestehenden Trakte anbindet. Inmitten der massiven Bürobau­ten wirkt der Neubau mit seiner Hülle aus Glas hell und leicht. Ein sandgestrahltes Muster des Künstlers Jürg Stäuble verleiht der Glashülle Tiefe. Je nach Sonneneinstrahlung erscheint die Oberfläche anders: Bei schönem Wetter wirft das sandgestrahlte Muster Schatten auf das dahinter liegende Gebäude, bei diffusem Licht verbindet sich das Glas mit der Fassade.
Im Innern sorgen grosszügige Atrien für natürli­ches Licht. Sie öffnen aus den oberen Etagen den Blick nach unten, in die Kaffeeräume und das Personalrestaurant. Dieses mündet in der Mitte des Raums in einen Lichtschacht, den im Ober­geschoss Sitzungszimmern umrahmen.
Wie die übrigen Wände des Restaurants ist der Schacht nahtlos mit einem Stromblitzornament der Basler Textildesignerin Fabia Zindel überzo­gen. Im Auftrag der Architekten hat sie ein Ober­flächendesign entwickelt, das nicht nur dekoriert, denn die perforierten Platten sind auch Akustik­paneele und sie verdecken die dahinter liegende Lüftung. Der sich endlos über Wände und Decken spannende Blitz ist lochförmig in Holzplatten ge­fräst. In abstrahierter Form erinnert Zindels Mus­ter an das Kerngeschäft des Stromproduzenten, inspiriert hat sie ein Bild des Wechselstroment­deckers Nikola Tesla, über dem sich ein grosser Blitz entlädt. Mit diesen Interventionen ergänzen Meier Leder Architekten gelungen den nüchter­nen Stil der übrigen Gebäudeteile und schaffen so eine Identität.
Paul Knüsel
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Erdgeschoss
Bürogebäude Axpo
2009
Baden AG

Bauherr
Axpo
Baden

Architektur

Meier Leder Architekten
Baden

Fachplaner
HKP Bauingenieure
Baden
Waldhauser Haustechnik AG
Münchenstein

Fassadengestaltung
Jürg Stäuble

Oberflächendesign Restaurant
Fabia Zindel
Matrix
Basel

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