Von unten bis oben durchstösst John Armleders Lichtsäule den kristallenen, vielfach gefalteten Raum.
Fotos: Ralph Feiner
Fotos: Ralph Feiner
Die Piazza della Riforma ist der Salotto Luganos, wo sich die Luganesi und die Touristen in de Cafés ein Stelldichein geben. Während mehrerer Jahre war eine Hausecke am Platz hinter einer Bauwand versteckt und auf der Bautafel liess die Skizze eines Innenraums Spannendes erwarten. Die Bauwand ist nun weg und am Platz glänzt in alter Pracht das Haus der Credit Suisse. Neues ist bis auf die veränderte Farbgebung kaum zu sehen, nur wer ein paar Schritte zurücktritt, entdeckt einen seitlichen Aufbau und eine Lukarne im Dach, die auf die Veränderungen im Innern weisen. Dieses wurde bis ins Untergeschoss ausgekernt und in einer «weissen Wanne», die vor Hochwasser schützt, neu aufgebaut.
Die Corperate Architecture der CS steckte den Rahmen ab, doch insbesondere in den Korridoren war der Gestaltungsspielraum der Architekten gross.
Das Herzstück ist der Lichthof, der das Gebäude von unten bis oben wie ein Kristall durchstösst. So vielgestaltig dieser Raum wirkt, so einfach ist sein Konstruktionsprinzip: In jede Decke schnitten die Architekten eine rechteckige Öffnung, die jedoch von Geschoss zu Geschoss in Lage und Form leicht variiert. Die halbtransparente Glasmembran in ihren schräg verlaufenden Profilen erzeugt schliesslich den nach oben strebenden Raumkristall, den John Armleders Lichtsäule mit über 30 000 LED wirkungsvoll ausleuchtet. Aus den Korridoren vor den Besprechungsräumen des ersten und zweiten Obergeschosses können die Kunden einen Blick in den spannenden Raum erheischen, in den oberen Stockwerken hingegen, wo die Grossraumbüros eingerichtet sind, ist die Membran geschlossen.
Der gestalterische Rahmen des Innenausbaus war durch die Corporate Architecture abgesteckt, die Pia Schmid für die Credit Suisse entwickelt hatte siehe HP 6-7 / 05. Davon übernahmen die Architekten das Nussbaumholz für die Wandverkleidungen und Brüstungen der Korridore, wo der Spielraum grösser war, als in den Büros und den «Salotti», den Besprechungszimmern. Eine logistische Meisterleistung war der Baustellenbetrieb im Herz der Altstadt - an einem Platz nota bene, der während achtzig Arbeitstagen wegen Festivitäten und Veranstaltungen für jeden Baustellenverkehr gesperrt war.
WH
Der gestalterische Rahmen des Innenausbaus war durch die Corporate Architecture abgesteckt, die Pia Schmid für die Credit Suisse entwickelt hatte siehe HP 6-7 / 05. Davon übernahmen die Architekten das Nussbaumholz für die Wandverkleidungen und Brüstungen der Korridore, wo der Spielraum grösser war, als in den Büros und den «Salotti», den Besprechungszimmern. Eine logistische Meisterleistung war der Baustellenbetrieb im Herz der Altstadt - an einem Platz nota bene, der während achtzig Arbeitstagen wegen Festivitäten und Veranstaltungen für jeden Baustellenverkehr gesperrt war.
WH
Umbau Geschäftshaus
2009
Lugano
Bauherr
Credit Suisse
Architektur
Giraudi Wettstein Architetti
Lugano
Kunst und Bau
John Armleder
Genf, New York
Auftragsart
Studienauftrag unter 6 Architekten
2009
Lugano
Bauherr
Credit Suisse
Architektur
Giraudi Wettstein Architetti
Lugano
Kunst und Bau
John Armleder
Genf, New York
Auftragsart
Studienauftrag unter 6 Architekten
Agenda
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Bauberatung + Projektmanagement, Zürich
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architekten ag eth sia, Zürich
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Jonas Wüest Architekten GmbH
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ETH SIA, Zürich
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