Barbara Holzer, 1966 in Zürich geboren, diplomierte 1991 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) im Bereich Architektur. 1992 zog sie nach Berlin, wo sie als freie Architektin für verschiedene Büros Projekte in Europa und Amerika betreute. Im Studio Daniel Libeskind war sie für zahlreiche internationale Projekte verantwortlich und realisierte unter anderem das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück und Westside, das Freizeit- und Erlebniszentrum in Bern Brünnen.
1999 zog Barbara Holzer zurück nach Zürich, wo sie ihr eigenes Architekturbüro d-case aufbaute, welches von Anfang an die Bereiche Architektur und Szenografie miteinander verknüpfte. Für die Schweizerische Landesausstellung Expo.02 entwarf und kuratierte sie die Ausstellung
Heimatfabrik, die installative Arbeiten von verschiedenen SchweizerKünstlern, wie beispielsweise Jörg Lenzlinger und Gerda Steiner, präsentierte. Berlin blieb auch weiterhin ein wichtiger Ort des Schaffens für Barbara Holzer. Hier realisierte sie verschiedene kulturelle und architektonische Projekte.
Mit Tristan Kobler gründete sie 2004 das international tätige Architekturbüro Holzer Kobler Architekturen in Zürich. Hier pflegt Barbara Holzer die weitverzweigten internationalen Beziehungen und orchestriert die verschiedenen Disziplinen zu einem spannungsvollenŒuvre.
Sie hält zudem zahlreiche Vorträge, juriert Wettbewerbe und lehrt an verschiedenen internationalen Hochschulen. Im Wintersemester 2009/2010 hatte sie zusammen mit Tristan Kobler eine Gastprofessur an der ETH Zürich inne. Zurzeit ist sie Professorin an der Peter Behrens School of Architecture Düsseldorf (PBSA).
Tristan Kobler, 1960 in Luzern geboren, diplomierte 1987 als Architekt an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Anschliessend realisierte er bis 1996 als Szenograf und Kurator am Museum für Gestaltung Zürich mit Martin Heller, Alois Martin Müller und Claude Lichtenstein rund sechzig Ausstellungen in den Bereichen Grafik, Medien, Kunst, Fotografie und Kunsttheorie.
Nach drei Jahren als selbstständiger Architekt und Szenograf in Zürich und Berlin initiierte er 1999 mit Dorothea Wimmer und Teresa Chen das Kunst- und Kulturprojekt KLINIK in Zürich und gründete im Anschluss sein eigenes Architekturbüro Morphing Systems, das sich neben Architektur schwerpunktmässig mit Szenografie beschäftigte.
Mit extasia, einer Arbeitsgemeinschaft von mehreren internationalen Architekturbüros, entwickelten und realisierten Morphing Systems die Arteplage in Yverdon-les-Bains an der Expo.02.
2004 gründete Tristan Kobler mit Barbara Holzer das heute international tätige Architekturbüro Holzer Kobler Architekturen in Zürich, das sich erfolgreich mit Projekten aus Kultur und Wirtschaft befasst. In ihren Arbeiten manifestieren sich Architektur und Ausstellungsgestaltung als vielschichtige Thematik und kultureller Beitrag.
Tristan Kobler unterrichtete 1988 und 1997 in der Abteilung für Architektur an der ETH Zürich an den Professuren Vincent Mangeat, Marc Angélil und Daniel Libeskind. Seit 1994 hat er an internationalen Hochschulen in der Schweiz, Frankreich und Deutschland unterrichtet. 2009/2010 hatte er gemeinsam mit Barbara Holzer eine Gastprofessur an der Abteilung für Architektur an der ETH Zürich inne. Seit 2009 ist er Professor an der ECAL, der École cantonal d’art de Lausanne.
Barbara Holzer und Tristan Kobler wurden 2008 mit dem Grand Prix Design der Schweizerischen Eidgenossenschaft für Ihr internationales Engagement im Bereich der Ausstellungsgestaltung ausgezeichnet.