Umbau und Renovation (Engadinerhaus) Haus Funtauna 120
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Ansicht von Nordosten
(Foto: Ralph Feiner, Chur)
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Ansicht von Südwesten
(Foto: Ralph Feiner, Chur)
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Ansicht Innen
(Foto: Ralph Feiner, Chur)
Architect
Baader Architekten
AG BSA SIA

Project
Umbau und Renovation (Engadinerhaus) Haus Funtauna 120
S-Chanf / Svizzera, 2001
Description
Der im Laufe des Jahres 2001 erfolgte Umbau des im 19. Jh. ausgekernten Hauses hatte zum Ziel, die archaische Gebäudehülle integral zu erhalten. Der innere Wiederaufbau des ehemaligen Wohnhauses mit Stallscheune erfolgte grundrisslich auf den im Keller vorhandenen Grundmauern. Der nach hinten konisch sich öffnende Sulèr im Erdgeschoss erschliesst drei Räume: die ehemalige Stube, die Küche und am Ort der früheren Vorratskammer ein Essraum. Der als Fragment noch erhaltene, innere Torbogen zum ehemaligen Heustall konnte restauriert werden. Durch diesen Bogen öffnet sich nun der Blick in einen grosszügigen, neu geschaffenen Wohnraum mit Galerie. Dieser ist charakterisiert durch das aus Südwesten einfallende, mittels Holzlamellen gefilterte Sonnenlicht. Stimmungsmässig entsteht eine den Engadiner Stallscheunen nachempfundene Raum- atmosphäre. Der obere Sulèr ist über eine einläufige Treppe erschlossen. Von hier gehen drei Schlafräume ab. Je ein Sanitärraum findet sich im Erd- und Obergeschoss. Der grosse Keller beherbergt Heiz- und Brennstoffraum sowie weitere Kellerräumlichkeiten.
Das äussere Mauerwerk weist einen wahrscheinlich aus dem 18. Jh. stammenden Rohverputz auf. Er ist gesund und wurde belassen. Die Sgraffito-Dekoration an der Nordostecke über dem Portal wurde bewusst als Fragment erhalten. Die besondere archi- tektonische Qualität des Hauses besteht u.a. auch darin, dass teilweise noch die Originalfenster des 17. Jh. erhalten sind. Der Erhalt, resp. die Instandstellung dieser Fensterelemente, bestehend aus Rahmen, Schiebefenster und Schiebeladen, war ein besonderes Anliegen. Diese Fenster sind aber nur beschränkt dicht. Zusätzlich innen angeschlagene, neue Vorfenster übernehmen hier diese Funktion. Beim Mauerversatz zwischen Wohnhaus und ehemaligem Stallgebäude wurde im Erd- und Obergeschoss zusätzlich neu je eine Fenstertüre eingebaut. Über eine kleine Holztreppe gelangt man nun vom Erdgeschoss direkt ins Freie.