Unter dem Grünraum liegt die Autobahn, darum ist die Überbauung hier schräg angeschnitten.
Fotos: Jürg Zimmermann
Fotos: Jürg Zimmermann
Als Regina und Alain Gonthier 2003 das Wettbewerbsgebiet in Bern-Brünnen besichtigten, gab es dort nicht einmal Strassen. Sie mussten ihren Entwurf einzig auf den abstrakten Masterplan mit seinen abparzellierten Grundstücken gründen. Die beiden Parzellen der Baufelder 8 und 9 liegen direkt am Park auf der Autobahnüberdeckung und sind deshalb schräg angeschnitten. Auf diese einzige kontextuelle Rahmenbedingung reagieren die Architekten mit einer kontinuierlichen Steigerung der Überbauung über beide Baufelder hinweg. Den geforderten Wohnungsspiegel von der Zwei- bis zur Sechszimmerwohnung konnten sie somit elegant an der Schräge abtragen.
Laubengänge verbinden die einzelnen Häuser zu einem Hausgeflecht.
Die Wohnungen sind klar in eine Zimmer- und eine Wohnzone unterteilt, getrennt von einem frei stehenden Kern mit den Nebenräumen. Jede Wohnung belegt ein ganzes Geschoss in einer der «Stadtvillen». Sie ist von einer Balkonschicht umgeben und ist damit in höchstem Mass individualisiert, während der Laubengang als interne Strasse den Part des Gemeinschaftlichen übernimmt. Die Konfiguration der Überbauung entspricht einer Umkehrfigur: Das «Urbane» findet sich in dem mit Hartbelag ausgestatteten Innenhof, der halbprivate Bereich säumt den äusseren Rand.
Caspar Schärer
Caspar Schärer
Wohnüberbauung Come West
2009
Bern, BE
Bauherr
Fambau Liegenschaften
Bern
Architektur
Regina + Alain Gonthier
Bern
Anlagekosten
(BKP 1 – 9)
CHF 28,5 Mio.
2009
Bern, BE
Bauherr
Fambau Liegenschaften
Bern
Architektur
Regina + Alain Gonthier
Bern
Anlagekosten
(BKP 1 – 9)
CHF 28,5 Mio.
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