Erweiterungsbau Kunsthaus Zürich

Photo © Zumtobel Schweiz (Jens Ellensohn)
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Manufacturers
Zumtobel Licht AG
Locatie
Jaar
2021
Klant
Einfache Gesellschaft Kunsthaus-Erweiterung (EGKE)
Team
David Chipperfield Architects, matí AG Lichtgestaltung

„Licht ist zentral für die Art und Weise, wie wir Kunst wahrnehmen.“
Ein puristischer Kubus mit einer streng geometrischen Fassadengestaltung, dennoch lichtdurchflutet, leicht und elegant anmutend: Der Erweiterungsbau des Kunsthaus Zürich aus der Feder von Star-Architekt David Chipperfield setzt einen neuen städtebaulichen Akzent im Zentrum von Zürich. Zusammen mit den gegenüberliegenden Bestandsgebäuden ist das größte Kunstmuseum der Schweiz entstanden. Um die Werke auf zusätzlichen 5.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche optimal erlebbar zu machen, hat Zumtobel nicht nur die Allgemeinbeleuchtung geliefert. Sondern auch speziell auf das Projekt zugeschnittene Kunstbeleuchtungsstrahler installiert: Die ARCOS III-Serie mit Zoomfocus kommt in dieser Form erstmals zur Anwendung.

Ob die Sammlung Emil Bührle, Kunst ab den 1960er Jahren oder verschiedene Wechselausstellungen: „Licht ist zentral für die Art und Weise, wie wir Kunst wahrnehmen“, sagt David Chipperfield, vielfach ausgezeichneter Architekt des Erweiterungsbaus. „Es ist bedeutsam für die ausgestellten Werke. Und es ist bedeutsam für uns als Publikum. Licht beeinflusst auf profunde Art und Weise die Beziehung zwischen uns, einer künstlerischen Arbeit und dem Raum, in dem wir uns befinden.“

Es ist bedeutsam für die ausgestellten Werke. Und es ist bedeutsam für uns als Publikum. Licht beeinflusst auf profunde Art und Weise die Beziehung zwischen uns, einer künstlerischen Arbeit und dem Raum, in dem wir uns befinden.
— David Chipperfield, Architekt

Zurückhaltendes Lichtkonzept rückt Kunst in den Fokus
Um diesem Anspruch gerecht zu werden hat die matí AG Lichtgestaltung unter Federführung von Geschäftsführer Hanspeter Keller ein Lichtkonzept entwickelt, das den ausgestellten Kunstwerken die Hauptrolle überlässt: Zurückhaltend, funktional und vor allem mit einer durchgängigen Formensprache, die die Aufmerksamkeit der Besucher auf den ausgestellten Werken belässt.

Wenige Lichtwerkzeuge für vielfältige Kunsterlebnisse
Realisiert hat Zumtobel dieses Konzept mit einer eng begrenzten Auswahl an eigenen Lichtwerkzeugen, die dafür extrem flexibel einsetzbar sind: Installiert wurden das Lichtbandsystem TECTON in einer Spezialausführung, die LED Downlights PANOS, die Lichtlinien SLOTLIGHT, die Strahler der Serie SUPERSYSTEM – und nicht zuletzt die mit dem Red Dot Design Award prämierten ARCOS III Strahler mit Zoomfocus, die speziell für die ständig wechselnden Anforderungen in Ausstellungsräumen entwickelt wurden. Darüber hinaus haben die österreichischen Lichtspezialisten als Gesamtanbieter auch Handelsware und Mitbewerberprodukte im Auftrag verbaut.

Grundlicht und Akzentlicht harmonisch kombiniert
Während in der offenen Eingangshalle soziale Interaktion, Events und das kollektive Kunsterlebnis im Mittelpunkt stehen, laden die oberen beiden Etagen dazu ein, sich ganz individuell in die Kunstwerke zu vertiefen und einzutauchen in den ursprünglichen Ausdruck der ausgestellten Künstler. Dazu hat Zumtobel ein System der offenen Leuchten installiert, das ein galerieartiges Grundlicht von TECTON Sonderleuchten mit gerichtetem Akzentlicht von ARCOS III Strahlern kombiniert.

Zwischen Stabilität und emotionaler Qualität des Lichts
Ein wesentlicher Aspekt der Lichtgestaltung war das Spiel mit natürlichem Tageslicht. Es fällt auf der ersten Etage hauptsächlich über die Seitenlichter, in der zweiten Etage durch Oberlichter ein Diese wechselnden Beleuchtungssituationen enthalten auch eine der zentralen Herausforderungen des Projekts: „Ein Museum tendiert in der Regel dazu, sich eine gleichbleibend hochwertige und stabile Beleuchtung zu wünschen“, sagt David Chipperfield. „Wir Menschen hingegen mögen die Varianz von natürlichem Licht, die Idee, dass sich eine Wolke vor die Sonne schiebt und das Licht sich für einen Moment verändert.“

Tages- und Kunstlicht verbinden sich zu einzigartiger Lichtdecke
Wie feinfühlig Zumtobel die emotionale Qualität von natürlichem Licht in den Ausstellungsräumen zu nutzen weiß, zeigt sich insbesondere in der zweiten Etage: Auf Basis eines Konzepts von Christian Kölzow vom „Institut für Tageslichttechnik Stuttgart“ entstand dort eine Lichtdecke mit Tageslichteinfall. Je nach Bedarf lässt sie sich öffnen, aber auch teilweise oder sogar vollständig mit Lamellen verschließen. „Ergänzt wird das Tageslicht von rund 1.000 TECTON Leuchten in Spezialausführung“, erklärt Daniel Waespi, Projektverantwortlicher bei Zumtobel. „Sie sind Leuchte an Leuchte installiert und strahlen so auf die Decke ab, dass ein diffuser Lichtraum entsteht.“ Wer die oberen Galerien an einem bewölkten Tag im Winter besucht, bekommt so den Eindruck, er wandle bei echtem Tageslicht durch die Räumlichkeiten.

Erster Einsatz für innovative ARCOS III Strahler mit Zoomfocus
Neben der Gesamtbeleuchtung in der Fläche verlangte auch die Inszenierung der einzelnen Kunstwerke nach einem neuartigen Konzept: „Die größte Herausforderung für uns war es, die unterschiedlichen lichttechnischen Wünsche zu erfüllen“, sagt Daniel Waespi, Projektverantwortlicher bei Zumtobel. „Anders als in einem kunsthistorischen Museum benötigt ein modernes Kunsthaus viel mehr Bandbreite, viel mehr Flexibilität in Lichtfarbe und Ausrichtung. Schließlich wird ein Bild aus den 1960er Jahren anders beleuchtet als ein Impressionist auf dem späten 19. Jahrhundert.“
Mit der Serie ARCOS III mit Zoomfocus hat Zumtobel gemeinsam mit David Chipperfield und der der matí AG Lichtgestaltung ein Lichtwerkzeug geschaffen, das all diese unterschiedlichen Bedürfnisse in einem Strahler vereint.

Die Entwicklung der Leuchte war für Zumtobel und uns aufwendig, aber die Zusammenarbeit hat ein wunderbares Resultat hervorgebracht.
— Hanspeter Keller, Lichtgestalter IALD, sowie Inhaber und Geschäftsführer der matí AG Lichtgestaltung

Mit der ARCOS III Zoomfocus verfügt das Kunsthaus Zürich heute über einen hochflexiblen Strahler. Er lässt sich durch einfache mechanische Bewegung und Drehung so anpassen, dass er das jeweilige Kunstwerk exakt beleuchtet. Er kann für prägnante Details und schöne Kontraste mittels Zoomoptik scharf gestellt werden – und besitzt gleichzeitig ein sogenanntes ‚soft edge‘, einen weichen Lichtverlauf außen herum.
— Daniel Waespi, Projektverantwortlicher bei Zumtobel

Individuelles Licht für einzigartige Kunstwerke
„Mit der ARCOS III Zoomfocus verfügt das Kunsthaus Zürich heute über einen hochflexiblen Strahler“, erklärt Daniel Waespi, Projektverantwortlicher bei Zumtobel. „Er lässt sich durch einfache mechanische Bewegung und Drehung so anpassen, dass er das jeweilige Kunstwerk exakt beleuchtet. Er kann für prägnante Details und schöne Kontraste mittels Zoomoptik scharf gestellt werden – und besitzt gleichzeitig ein sogenanntes ‚soft edge‘, einen weichen Lichtverlauf außen herum.“ Der innovative Strahler liefert aus jedem Abstrahlwinkel präzises und gleichmäßiges Licht aus bis zu zehn Metern Deckenhöhe.

Größtmögliche Freiheit in Inszenierung und Dramaturgie
Die Mehrkanal-tunableWhite-Technologie der ARCOS III Strahler sorgt außerdem dafür, dass sich die Lichtfarbe stufenlos von Warmweiß auf Tageslichtweiß verändern lässt. Dabei verzichtet das System komplett auf eine kabelgebundene Verbindung. Stattdessen wird jede einzelne Leuchte via Bluetooth automatisch erkannt und lässt sich bequem via App ansteuern. Im Ergebnis gelingt es, jedes einzelne Werk so zu zeigen, wie es seiner ursprünglicher Lesart und seinem geschichtlichen Kontext entspricht: „Die Vielfalt der ARCOS III mit Zoomfocus kommt hier erstmals voll zur Anwendung“, sagt Daniel Waespi von Zumtobel.

Schmale Lichtlinien und Spots inszenieren den Festsaal
Ein besonderes lichttechnisches Highlight ist der große Festsaal: Nicht nur die seitlich verlaufenden Messingrohre machen diesen Raum zu einem besonderen Hingucker, auch seine Beleuchtung trägt zur außergewöhnlichen Atmosphäre bei: Dazu wählte Zumtobel SLOTLIGHT slim Lichtlinien in einer Spezialausführung mit tunableWhite als Flächenbeleuchtung. Kombiniert werden diese mit gerichtetem Licht aus SUPERSYSTEM Spots. In den Nebenräumen des Museumsneubaus kommen die zurückhaltenden LED-Downlights PANOS zum Einsatz.

Im Trend: Ein Lichtwerkzeug für vielseitige Anwendungen
Einzigartige Kunst stellt einzigartige Ansprüche an einzelne Lichtwerkzeuge: Die Lichtgestaltung im Erweiterungsbau des Kunsthaus Zürich zeigt beispielhaft, welche Trends derzeit die Akteure aus Kunst und Kultur bewegen: „Ein einziger Strahler soll möglichst flexibel auf unterschiedlichste Kunstwerke einstellbar sein“, sagt der Zumtobel Projektverantwortliche Daniel Waespi. „Damit einher geht der Wunsch nach Benutzerfreundlichkeit – die Strahler müssen einfach ansteuerbar und intuitiv bedienbar sein.“ Bestens gerüstet für die Zukunft musealer Räume: Mit der ARCOS III Serie mit Zoomfocus erfüllt Zumtobel die vielseitigen Anforderungen zeitgemäßer Kunstpräsentation.

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