Erweiterung Schulanlage, Zelgli 2016

Betonfaltdach als neues Herzstück der Anlage

On 18. Mai 2017
Alt und Neu werden eine kompositorische Einheit. Bild: Radek Brunecky

Soppelsa Architekten haben kürzlich die Erweiterung einer Schulanlage in Killwangen abgeschlossen. Nino Soppelsa stellt sich unseren Fragen.

Nutzung Primarschule
Auftragsart Selektiver Projektwettbewerb
Bauherrschaft Gemeinde Killwangen AG
Architektur Soppelsa Architekten, Zürich
Projektleitung Simona Zimmermann
Fachplaner Bauingenieur: Funk + Partner AG, Urdorf | HLKS-Planer: Nanotech AG, Baden | Elektroplanung: HKG Engineering AG, Baden | Bauphysik/Akustik: Ehrsam & Partner AG, Pratteln | Landschaft: Rosenmayr Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich | Baumanagement: Laterza Graf Baupartner GmbH, Zürich
Jahr der Fertigstellung 2016
Gesamtkosten BKP 1-9 CHF 6,8 Mio.
Gebäudekosten BKP 2 CHF 5,8 Mio.
Fotos Radek Brunecky, Zürich

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?
​Der Wettbewerbsentwurf sah als einziges Projekt ein konsequentes Weiterbauen am Bestand aus den 1970er-Jahren vor. So bewegt sich die Erweiterung im Spannungsfeld zwischen Annäherung an und Differenzierung von der bestehenden Anlage. Uns hat diese Auseinandersetzung während des gesamten Entwurfsprozess beschäftigt. 

Die Aula mit neuem Hauptzugang bildet das Herzstück der Anlage. Bild: Radek Brunecky

Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?
​Die Erweiterung wurde in ein artverwandtes Verhältnis zum Altbau gesetzt. Insofern war die bestehende Anlage sicherlich eine Art Inspirationsquelle. Allerdings wurden im Neubau auch neue räumliche Akzente gesetzt. So erhellen zwei Lichthöfe im Schultrakt die mittige Pausenhalle. Die Transparenz vom Gruppenraum zur Pausenhalle ermöglicht spannende Blickbeziehungen, und lässt die Schule im Innern leichter in Erscheinung treten.

Vertikale Betonelemente rhythmisieren die Fassade. Bild: Radek Brunecky

Wie hat der Ort auf den Entwurf eingewirkt?
​Mit der Erweiterung wird die Anlage stimmig zu einem neuen Ensemble zusammengeführt. Die Gliederung der Bauvolumen in Haupt- und Zwischentrakte wird mit der Erweiterung aufgenommen. Das neue Herzstück der Anlage bildet ein eingeschossiger multifunktionaler Versammlungsraum. Ein räumlich prägendes Betonfaltdach verleiht diesem Raum eine feierliche Atmosphäre.

Der Hauptzugang verbindet die bestehende Anlage mit dem neuen Schultrakt. Bild: Radek Brunecky

Gab es bedeutende Projektänderungen vom ersten Entwurf bis zum vollendeten Bauwerk?
​Es konnten viele Prämissen aus dem Wettbewerbsentwurf ins Bauprojekt überführt werden. Dies bedingte allerdings eine gewisse planerische Hartnäckigkeit im Dialog mit den verschiedenen Interessensvertreter. Schlussendlich konnten die gestalterischen Themen zu Ende gedacht und ausgeführt werden.

Die Aula wird durch das Betonfaltdach geprägt. Bild: Radek Brunecky

Wie gliedert sich das Gebäude in die Reihe der bestehenden Bauten des Büros ein?
​Das Verhältnis von Raum zu Programm steht bei unseren Arbeiten jeweils im Vordergrund. Die Beschaffenheit des Raumes, geprägt durch die Materialisierung, die Proportionen und die Lichtführung bildet dabei einen wichtigen Bestandteil. Insofern haben uns diese Themen auch beim Entwurf der Schulerweiterung Zelgli beschäftigt.

Die Aula und der Eingangsraum können auch als ein Raum gelesen werden. Bild: Radek Brunecky
Verglaste Gruppenräume ermöglichen Blickbezüge in die Pausenhalle. Bild: Radek Brunecky
Die Erschliessungszone wird durch zwei Lichthöfe erhellt. Bild: Radek Brunecky
Sichtbeton in der Pausenhalle und Seekiefer-Sperrholz in den Klassenzimmern prägen die Raumatmosphären. Bild: Radek Brunecky
Grosszügige Verglasungen öffnen den Blick in die umgebende Landschaft. Bild: Radek Brunecky
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss 1. Obergeschoss
Schnitt Aula
Schnitt Schultrakt

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