Mehrfamilienhäuser

Tuffeaux

Ken Architekten, Aargau
17. Oktober 2018
Gartenseite mit Zugang zur Suhre. Bild: Hannes Henz
Ken Architekten haben kürzlich ein Mehrfamilienhaus in Schöftland fertiggestellt. Die Architekten stellen sich unseren Fragen.
Nutzung Mehrfamilienhäuser
Ort Benoît-May-Weg 20, 5040, Schöftland AG
Auftragsart Direktauftrag
Bauherrschaft Kaiser Hoch- & Tiefbau AG, Schöftland AG
Architektur Ken Architekten BSA AG, Zürich | Jürg Kaiser, Lorenz Peter, Martin Schwager
Fachplaner Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Zürich (Bauingenieur) | Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau, Zürich (Landschaftsarchitektur) | Fischer Industries, Sempach (Haustechnik) | Thomas Lüem Partner AG, Zürich (Elektroingenieur)
Jahr der Fertigstellung 2018 (Erstes Haus)
Gesamtkosten BKP 1–9 CHF 4,5 Mio.
Gebäudevolumen 5600 m3 (SIA 416)
Fotos Hannes Henz, Zürich
Strassenansicht mit bestehendem Werkhof. Bild: Hannes Henz
Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?
Mit dem Masterplan «Picardiestrasse» in Schöftland wurden drei thematisch unterschiedliche Baufelder definiert, welche nacheinander bebaut werden. Auf den bereits erstellten Ergänzungsbau zur ehemaligen Gastwirtschaft «Freihof» folgt die zweite Etappe «Tuffeaux», die drei Wohnhäuser mit insgesamt 26 Miet- und Eigentumswohnungen beinhaltet. Für die dritte Etappe ist eine Mischnutzung aus Wohnen und Arbeiten auf dem noch heute bestehenden Werkhofareal vorgesehen.
Zweigeschossige Loggia. Bild: Hannes Henz
Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?
Die Staffellungen der drei Häuser in Grundriss und Schnitt steigern deren Plastizität. Die unregelmässige Perforation mit lochartigen Fensteröffnungen, anthrazitfarbenen Metallprofilen und die gelblich beige Farbigkeit des groben Fassadenputzes sind durch den Tuffstein inspiriert. Eine poröse Gesteinsart, die oft in Gartenanlagen in Verbindung mit Wasser zu entdecken ist.
Zentraler Wohnraum. Bild: Hannes Henz
Wie hat der Ort auf den Entwurf eingewirkt?
Der bogenförmig verlaufende Bach, die Suhre, fasst einen Grossteil des Grundstücks und prägt zusammen mit der Uferbestockung die Stimmung des Orts. Die drei Baukörper sind so zueinander versetzt, damit im Zusammenspiel von Bach- und Strassenraum die hofartigen Aussenräume spürbar werden. Das fünfgeschossige Haus mit zehn 2,5- bis 4,5-Zimmer-Mietwohnungen markiert den Anfang der Gebäudegruppe und schafft gleichzeitig den Übergang zu den Nachbarbauten an der Picardiestrasse. Mit den zwei viergeschossigen Häusern zu je acht 3,5- und 4,5-Zimmer-Eigentumswohnungen wird auf die kleineren Einfamilienhäuser entlang des Benoit-May-Wegs reagiert.
Bad in Pastelltönen. Bild: Hannes Henz
Beeinflussten aktuelle energetische, konstruktive oder gestalterische Tendenzen das Projekt?
Die räumliche Idee, die den Wohnungen zugrunde liegt ist folgende: Das Zentrum jeder Wohnung bildet der mittig liegende Wohnraum, über welchen alle übrigen Räume erschlossen werden. Über die wie ins Gebäudevolumen eingeschnittenen Aussenräume wird der zentrale Raum belichtet. Die mit zweigeschossigen Loggien erzeugten räumlichen Durchdringungen individualisieren die einzelnen Wohnungen.
Umgebungsplan
Grundriss
Schnitt
Axonomtrie Häuser
Axonometrie Wohnungen

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