Glacé geht immer

 Jenny Keller
21. Juni 2018
Bild: MOIC/Katie Gibbs
Es ist heiss. Während hierzulande die Schlange vor der trendigsten Gelateria wächst, hat man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Pop-up, Museum und Glacé kombiniert – mit wahnsinnigem Erfolg.
Es begann im Juli 2016 in New York, und die Tickets waren innerhalb von wenigen Stunden ausverkauft: Das erste «Museum of Ice Cream» schien den Nerv der Zeit getroffen zu haben mit Räumen in pink, einem Pool gefüllt mit farbigen «Sprinkles» und essbaren Ballonen. Los Angeles, San Francisco und Miami (während der Dsign Miami) waren die nächsten Destinationen des Pop-up-Museums mit insgesamt mehr als 1 Million Besucher. Und das ohne substanziellen Inhalt. Dafür mit süssen Innenräumen, die sich auf Instagram, Snapchat und co. unglaublich gut machen. Mittlerweile ist der Hype wieder in New York mit dem «Pint Shop» im Meatpacking District, wo in der pastellfarbenen Kulisse Glacé-Tastings veranstaltet werden (alle bereits ausverkauft) und es eigene Glacé-Sorten in Pint-Kübel(i) zu kaufen gibt. Wie lang es wohl dauert, bis er über den grossen Teich zu uns schwappt? Oder sind wir doch weniger oberflächlich als die Amerikaner?
Der Banana-Room in Los Angeles. Bild: MOIC/Katie Gibbs
der Sprinkles-Pool. Bild: MOIC/Katie Gibbs

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