Mehr als schwarz?

 Jenny Keller
15. Februar 2018
Hyundai-Pavillon von Asif Khan in PyeongChang, 2018. Bild: © Luke Hayes
Die Olympischen Winterspiele in Südkorea sind voll im Gang. Es windet oft und stark, die Schweiz hat bislang eine Medaille gewonnen, und gebaut wurde ein Hockeystadion, das wieder abgerissen wird. Und ein tiefschwarzer Pavillon.
Der Pavillon des Londoner Büros Asif Khan wird auch nicht von langer Dauer sein, er ist lediglich dreidimensionales Werbemittel für den lokalen Autohersteller und Sponsor Hyundai, der einen Wasserstoffmotor entwickelt. Die schwarze Fassade ist mit «Vantablack VBx2» beschichtet. Das absolute Schwarz soll in der Lage sein, 99% des Lichts zu absorbieren. Die Fassade wird von tausenden kleinen Lichtern durchstossen und soll durch diesen Effekt ein Blick ins Universum simulieren – dem Ursprung von Wasserstoff so Asif Khan. Im Innern des 35 Meter mal 35 Meter grossen Gebäudes befindet sich eine Wassertropfen-Installation.
 
Asif Khan ist der Architekt für temporäre Pavillons, und seine Begeisterung für das tiefe Schwarz reicht ein paar Jahre zurück, noch bevor sich Künstler Anish Kapoor die Rechte an Vantablack gesichert hat. Seit 2013 arbeite er mit den Herstellern von Vantablack zusammen und schlug dessen Verwendung beim Pavillon von Grossbritannien an der Expo 2015 in Mailand vor – sein Entwurf hat aber nicht gewonnen. Der Hyundai-Pavillon ist nicht die erste Olympische Teilnahme von Khan: Für London 2102 und Sotschi 2014 hat er bereits temporäre Strukturen zu Werbezwecken entworfen.
Bild: Luke Hayes
Bild: Luke Hayes
Bild: Luke Hayes
Bild: Luke Hayes
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