Sieg für Studio Barrus

Elias Baumgarten
6. Februar 2019
Siegerinnen von links nach rechts: Besa Zajmi, Alexia Sawerschel und Romana Castiglioni

Am 31. Januar wurde der Foundation Award 2019 verliehen. Gewonnen haben die drei jungen Architektinnen vom Zürcher Studio Barrus vor den Schwestern Iréne von Meiss-Leuthold und Nicole Leuthold, sowie dem Büro luna productions.

Studio Barrus, das sind die drei Architektinnen Besa Zajmi, Alexia Sawerschel und Romana Castiglioni. 2017 erst gründeten sie ihr gemeinsames Büro in Zürich, nun haben sie schon ihre erste Auszeichnung in der Tasche: Sie gewannen den Foundation Award 2019. Mit dem Preis zeichnet die Firma ComputerWorks zusammen mit ihren Partnern junge Schweizer Architektinnen und Architekten aus – heuer schon zum neunten Mal. 

Von sich selbst sagen die drei Siegerinnen sympathisch-selbstkritisch, sie seien jung, motiviert und etwas naiv. Doch überzeugt haben sie die Jury, in der wir mit Jenny Keller vertreten waren, nicht durch ihr gewinnendes Auftreten, sondern mit ihrer Haltung und ihrem stringenten Entwurf für den Kindergarten Städtli in Huttwil. Dieser brachte ihnen im Wettbewerb von 2017 den dritten Platz ein. Dreh- und Angelpunkt der Architektur von Studio Barrus sind die Menschen und die Qualitäten des jeweiligen Bauplatzes – seine Geschichte, Bebauung und Topografie. Was zunächst etwas nach Gemeinplätzen tönt, die in der Architekturszene oft und gerne bemüht werden, weiss das Trio mit Inhalt zu füllen: Beim Wettbewerb für den genannten Kindergarten schlugen die Architektinnen einen Bau vor, der sich an eine Hangkante schmiegen sollte, wodurch zwei Geschosse direkten Zugang zum Aussenraum erhalten hätten. Als Besonderheit hinzukommen sollte überdies ein offener und sehr heiter wirkender Erschliessungsturm, um dem Ort einen fröhlichen Charakter zu geben und ihn für Kinder attraktiv zu machen.

Bild: Studio Barrus
Erzählungen und ländliche Innovationen

Platz zwei ging indes an Irène von Meiss-Leuthold und ihre Schwester Nicole Leuthold. Die beiden Architektinnen überzeugten mit ihrem Umbau des Stöckli «Spiegelberg» zum Wohn- und Atelierhaus für mehreren Parteien in Wernetshausen im Zürcher Oberland. Im 1777 erbauten Haus werden durch ihre Intervention verschiedene Zeitschichten sicht- und erlebbar. 

Auf dem dritten Rang schliesslich landete das Büro luna productions. Die Inhaber Nadja und Lukas Frei interessieren sich für die Entwicklung ländlicher Räume. Sie leben und arbeiten im Dorf Deitingen bei Solothurn. Zur Auszeichnung verholfen hat ihnen ihr erstes gebautes Projekt überhaupt: ein Mehrfamilienhaus nahe ihres Ateliers.

Wir gratulieren den Siegerinnen und allen dahinter Platzierten herzlich.

 

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