Biomedizin-Architekten ausgebootet

 Manuel Pestalozzi
18. Mai 2018
Bild: Caruso St John Architects/Universität Basel
Die Universität Basel will das Zentrum für Biomedizin ohne die Architekten Caruso St John bauen, die 2015 den Architekturwettbewerb gewannen. Offenbar laufen die Kosten aus dem Ruder. Für das Wettbewerbswesen sind das schlechte Nachrichten.
Das SRG-Regionaljournal berichtete am 17. Mai, ein Generalplaner solle das Projekt weiter planen und realisieren. Christof Tschumi, Verwaltungsdirektor der Universität, kommentierte den Entscheid gegenüber dem Regionaljournal wie folgt: «Für die nächste Phase brauchen wir einen guten Planer. Insbesondere müssen die Kosten genauer angeschaut werden». Im Büro Zürich von Caruso St John zeigt man sich verständlicherweise enttäuscht.
 
Der BSA Basel hat gleichentags auf diese Neuigkeiten reagiert. Er erinnert in einer Mitteilung daran, dass der Wettbewerbsentwurf ein herausragendes architektonisches wie städtebauliches Projekt darstellt. Das spreche für die international anerkannte hohe Baukultur der Region. Die Kündigung des Vertrags stelle das im Gestaltungsplan vorgesehen Verfahren zur Erlangung eines architektonisch herausragenden Projektes infrage und lasse die im Verfahren des Wettbewerbs erreichten Qualitäten verpuffen. Der BSA Basel fordert deshalb die Weiterführung des Projektes mit den international renommierten Architekten Caruso St John auf Grundlage des Siegerprojektes. Es ist zu hoffen, dass diese Forderung Folgen hat.
 

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