Botta an der Badenfahrt

Manuel Pestalozzi
22. August 2017
Eine temporäre «Bottakuppel» bereichert die Skyline der Badenfahrt-Architektur. Bild: Sandra Ardizzone/az Aargauer Zeitung

Der Tessiner Architekt besuchte das wichtigste Fest der Aargauer Limmatstadt und trat auf in der temporären Beiz, die seiner Verenahof-Kuppel nachempfunden war. Jenes Projekt scheiterte, beim Bad ist man auf Kurs.

Noch rund zwei Jahre soll es gehen, bis der neue Komplex von Mario Botta eröffnet wird. Er soll das etwas heruntergekommene Bäderquartier vitalisieren. Da durfte der Architekt an der diesjährigen Badenfahrt nicht fehlen, das einwöchige Fest wird schliesslich nur alle zehn Jahre gefeiert. Es dauert noch bis am 27. August. Und er war auch ein Thema. Man hat ihn zwar nicht wie vor zehn Jahren Albert Einstein in Übergrösse auf den Theaterplatz gesetzt. Aber sein nicht realisiertes Projekt für das Bäderhotel Verenahof, Bottakuppel genannt, diente als Vorbild für das «Bistro de la Presse» der AZ Medien auf dem Bahnhofplatz.
 
Das Badener Tagblatt, ein AZ-Produkt, lud den Tessiner dorthin ein. Offenbar liess sich dieser nicht zweimal bitten und wagte sich in die kleine Architektur-Persiflage. «Eine tolle Idee», meinte er gemäss dem Artikel im Badener Tagblatt, «für einmal muss man sagen: Die Journalisten haben erreicht, was dem Architekten misslungen ist! Sie konnten sich durchsetzen.» Er nutzte den Kurzbesuch auch für einen kleinen Auftritt unter der Kuppel und äusserte sich zum Bäderprojekt und zu anderem. Kein schlechtes Marketing in eigener Sache, wenn man es sich überlegt.

Das kuppelartige Verenahof Projekt wäre unmittelbar hinter dem neuen Bäderkomplex zu stehen gekommen. Bild: SRF/zvg

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