Die Botschaft beginnt anzukommen

 Jenny Keller
21. November 2018
Montage: jk
Der SIA hat in einem offenen Brief die ETH-Architekturabteilung dazu aufgefordert, Stellung zu den Missbrauchsvorwürfen auf dem Hönggerberg zu beziehen. Endlich.
Selten in den letzten knapp acht Jahren  hat ein Artikel auf Swiss-Architects so viel Beachtung erhalten wie der mit dem Titel «Macht, Missbrauch und mangelhafte Kommunikation». Frauen und Männer haben sich gemeldet und sich für den Artikel und den Mut, ihn zu verfassen, bedankt. Das freut mich. Das Thema ist damit aber nicht unter den Tisch gekehrt; wir müssen weiterhin über solche Missstände reden, wenn sie beseitigt werden sollen. Und das sollen sie. Zum Glück ist das SRF dabei, sich der Sache anzunehmen, und auch andere Kollegen werden nachziehen. Der SIA hat letzte Woche einen offenen Brief versendet, den zwei Männer, nämlich Stefan Cadosch und Daniel Meyer, unterzeichnet haben. Der Brief beginnt mit folgenden schwerwiegenden Worten: «Wir sind in Sorge». Der SIA fordert die ETH darin auf, Transparenz zu schaffen und die Frage zu beantworten: Wie gravierend sind die Themen «Machtmissbrauch» und «sexuelle Belästigung» am Departement für Architektur? Ein öffentlicher Bericht wäre ein wichtiger Schritt, und ein höherer Frauenanteil im Lehrkörper auf dem Hönggerberg, schreiben die Herren vom SIA.

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