«DRÜEGG» gewinnt

Elias Baumgarten
8. Juli 2019
Visualisierung: Maaars Architektur Visualisierungen für Graber Pulver Architekten

Graber Pulver Architekten und Hager Partner haben den Wettbewerb um die Gestaltung von Bauten auf dem Baufeld B des Schwamendinger-Dreiecks gewonnen. Die Baugenossenschaft Glattal Zürich ersetzt dort bestehende Häuser, die in die Jahre gekommen sind. Bis zum 18. Juli 2019 können alle Wettbewerbsprojekte im Pavillon Werd in Augenschein genommen werden.

Die Baugenossenschaft Glattal Zürich (BGZ) besitzt 1'900 Wohnungen in Zürich-Nord, Opfikon und Stadel, 718 davon im Schwamendinger-Dreieck. Viele ihrer Häuser sind zwischen 50 und 68 Jahren alt und stehen zur Erneuerung an. Auf Baufeld A des Schwamendinger-Dreiecks zum Beispiel wird gerade eine neue Anlage nach den Plänen BS + EMI Architektenpartner und Hoffmann & Müller Landschaftsarchitektur (2014) errichtet. Und nun ist klar: Auf Baufeld B werden Neubauten von Graber Pulver Architekten und Hager Partner entstehen. Sie haben sich in einem Wettbewerb des Amtes für Hochbau der Stadt Zürich durchgesetzt. Ihr siegreiches Projekt heisst «DRÜEGG». Bis zum 18. Juli 2019 werden alle Wettbewerbsbeiträge im Pavillon Werd (Morgartenstrasse 40) öffentlich ausgestellt.

Visualisierung: Maaars Architektur Visualisierungen für Graber Pulver Architekten
Zwischen Ruhe und Geschäftigkeit

Das Siegerprojekt besteht aus mehreren zueinander gespiegelten Baukörpern. Sie sollen gesamthaft 200 gemeinnützige Wohnungen aufnehmen (mit 2,5 bis 5,5 Zimmern), dazu zwei Wohnpflegeheime, einen Grossverteiler, Räume für den Schulgesundheitsdienst der Stadt Zürich sowie die Geschäftsstelle der BGZ. In ihrem Bericht streicht die Jury besonders den gelungenen Übergang zwischen dem lebendigen Schwamendingerplatz und dem Wohnquartier lobend heraus. Ausformuliert werden soll dieser durch eine Abfolge öffentlicher Aussenräume. Grossverteiler, Gewerbe- und Gemeinschaftsräume sollen um einen «Quartierplatz» angeordnet werden. Die Pflegeheime und die Räumlichkeiten des Schulgesundheitsdienstes, die mehr Ruhe bedürfen, sollen rückwärtig an der Roswiesenstrasse platziert werden. Die Baukosten werden sich laut dem Hochbaudepartement auf circa 132 Millionen Franken belaufen. Die Überbauung soll den Minergie-P-ECO-Standard erfüllen. Die Realisierung wird in zwei Etappen erfolgen. Die Arbeiten werden 2023 beginnen, die Fertigstellung ist für das Jahr 2025 anvisiert.

Visualisierung: Maaars Architektur Visualisierungen für Graber Pulver Architekten
Modellfoto: Dominik Zietlow

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