Einhausung ist unterwegs

Manuel Pestalozzi
8. April 2019
Die Baustelle sorgt für weitläufige Temporärräume. Bild: Manuel Pestalozzi

Wer Schwamendingen kennt, der weiss: Dieses Zürcher Quartier steht vor einem epochalen Wandel. Der Nordast der Autobahn wird eingehaust, und die Arbeiten schreiten voran.

Der Nordast führt von der Verzeigung Aubrugg im Autobahnring um Zürich via Schöneich- und Milchbucktunnel in die Innenstadt. Seit Jahrzehnten leidet Schwamendingen unter der damit verbundenen Lärmbelastung. Nun wird mit der lange diskutierten Einhausung auf der «letzten Meile» zwischen Aubrugg und Schöneichtunnel Ernst: Schon 2017 begannen die Vorarbeiten, dann ging es Lärmschutzwänden und Häusern an den Kragen – eine noch breitere Schneise als bisher zieht sich momentan durchs Quartier. Im vergangenen Dezember wurden zwei Stahlfachwerk-Fussgängerbrücken eingehoben, die noch nicht eröffnet sind. Folgen soll nun der 940 Meter lange Tunnel im Tagbauverfahren. Auf seinem Dach entsteht der Ueberlandpark, ein durchgehender Grün- und Freiraum für die Quartierbevölkerung, welcher bei der Aubrugg mit einer trichterförmigen Rampe in östlicher Richtung abgeschlossen wird.

Die Einhausung soll bis 2024 fertiggestellt sein. Sie wird im Ideallfall ein grosses Werk der Land Art. Als Grünzug in einem Wohnquartier kann sie zu einem identitätsstifenden Ort werden. Wichtig wird auch sein, was an den «Flanken» der Einhausung auf gewachsenem Terrain geschieht. Nach Visualisierungen soll hier eine Fortsetzung des Parkareals stattfinden, mit einer Begrünung vor der Betonwand des Tunnels. Diese Aufgabe wird wohl noch Anlass zu Debatten geben. Einen ausführlichen Beitrag zum Thema publizierte jüngst Espazium online. Darin kommt eine Verantwortliche für das Projekt zu Wort.

Dem Verhältnis zwischen Hoch- und Tiefpark wird man gebührende Aufmerksamkeit schenken müssen. Bild: einhausung.ch

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