Erneute Absage

Elias Baumgarten
21. Oktober 2019
So hätte die Traglufthalle aussehen sollen. (Visualisierung © Stadt Winterthur)

Schon zum zweiten Mal haben die Stimmberechtigten in Winterthur gegen den Bau einer Traglufthalle als Überdachung für das Freibad Geiselweid votiert. Diesmal fiel die Ablehnung mit 63 Prozent noch deutlicher aus als vor sieben Jahren. Endgültig klar sein dürfte damit, dass weder Stadt noch Bevölkerung das Vorhaben gutheissen. Es stand aus ökologischen wie finanziellen Gründen in der Kritik.

Es bleibt dabei: Im Freibad Geiselweid kann man nur sommers schwimmen. Zum zweiten Mal innert sieben Jahren hat die Bevölkerung den Bau einer Traglufthalle abgelehnt. 63 Prozent aller Stimmberechtigten sagten am letzten Sonntag Nein. Im Wahlkreis Mattenbach, wo das Projekte hätte umgesetzt werden sollen, war die Ablehnung mit 65,3 Prozent überdurchschnittlich hoch. Es ist dies bereits die zweite Absage für das Vorhaben. Im ersten Anlauf hatten 52,6 Prozent der Winterthurer*innen Nein gestimmt. 

Vor der Abstimmung blies den Befürworter*innen strammer Gegenwind ins Gesicht: Eine breite Koalition aus SP, Grünen, AL und SVP sprach sich im Vorfeld der Abstimmung aus ökologischen und ökonomischen Gründen gegen das Projekt aus. Die Stadtregierung hielt die Betriebskosten für zu hoch, in der Haushaltskasse sei kein Geld dafür, hiess es. Auch galt als ungewiss, ob der Kanton den Bau überhaupt bewilligen würde. 

Visualisierung © Stadt Winterthur
Neuer Lösungsvorschlag

Nach der Schlappe wird das Thema aus dem politischen Diskurs in Winterthur aber nicht verschwinden. Denn schon im Frühling hatten Politiker*innen ein zweites Hallenbad gefordert. Der Grosse Gemeinderat beauftragte den Stadtrat mittels Motion, einen Projektierungskredit für Planung und Bau auszuarbeiten. Auch diesem Vorhaben gegenüber, das 35 bis 50 Millionen Franken kosten könnte, nimmt der Stadtrat allerdings eine ablehnende Haltung ein. Er möchte, dass die angesprochene Motion für nicht erheblich erklärt wird. Denn auch für diesen Vorschlag fehle das Geld. 

Vorgestelltes Projekt

Peter W. Schmidt Architekten

Führungs- und Lagezentrum, Polizeipräsidium

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