Ersatzneubau mit Alterswohnungen

Manuel Pestalozzi
17. Dezember 2019
So soll der neue «Espenhof Nord» aussehen. (Visualisierung: ARGE Bollhalder Eberle + Theres Hollenstein mit planetage Landschaftsarchitekten)

Die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) erneuert ihre Gründungssiedlung «Espenhof» in Zürich-Albisrieden. Der siegreiche Entwurf aus dem anonymen Projektwettbewerb im offenen Verfahren heisst «Muchacho con pipa» und stammt von der Arbeitsgemeinschaft Bollhalder Eberle + Theres Hollenstein und planetage Landschaftsarchitekten.

Die Siedlung «Espenhof» der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) wurde in den 1950er-Jahren nach den Plänen der Architekten Ernst Egli und Edi Knupfer in mehreren Etappen erstellt. Sie galt als «Pionierleistung für selbständiges Wohnen im Alter mit sozialen und pflegerischen Dienstleistungen». Das hat den Siedlungsteil «Espenhof Nord» jedoch nicht davor bewahrt, unter Bedingungen aus dem Inventar schützenswerter Bauten entlassen zu werden. Er wird für den geplanten Ersatzneubau weichen.

Der neue «Espenhof Nord» soll rund 150 Alterswohnungen bieten, ausserdem einen grossen Gemeinschaftsraum, ein Spitex-Büro, eine Pflegewohngruppe oder Tagesstätte, einen Kindergarten und Gewerberäume. Im siegreichen Projekt «Muchacho con pipa» («Mann mit Pfeife», ein Frühwerk von Pablo Picasso) der Arbeitsgemeinschaft Bollhalder Eberle + Theres Hollenstein mit planetage Landschaftsarchitekten erkannte die Jury einen städtebaulich eigenständigen Vorschlag mit hohem Wohnwert: «Drei unterschiedlich hohe, präzise geformte Häuser nehmen einen vielschichtigen Dialog zu den beiden Strassenseiten, zur geschützten Anlage Espenhof Süd sowie zu den fliessenden Grünräumen des Quartiers auf. Zur Mitte der Anlage hin bilden sich polygonale, punktförmig organisierte Gebäudeköpfe aus, welche die Häuser lesbar verknüpfen, die Zeilentypologie bereichern und über mehrseitige Bezüge in einen schönen Dialog zum gewachsenen Baumbestand bringen.» Die Wohnungen sollen 2025 bezugsbereit sein.

Die drei Gebäude des Siegerprojekts stecken ihre Köpfe zusammen und fassen einen fliessenden Aussenraum ein. (Modellfoto: zvg Stadt Zürich)

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