Gläsern

Elias Baumgarten
25. Oktober 2019
Visualisierung © ADA Angela Deuber Architect

Angela Deuber hat mit ihrem Projekt «Buds» beim Studienauftrag zur Gestaltung eines neuen Wohn- und Geschäftshochhauses an der Bruggerstrasse in Baden überzeugt. Einstimmig empfahl die Jury den Entwurf ihres Büros zur Weiterbearbeitung. Die Leichtigkeit des Vorschlags und seine Einbindung ins städtische Gefüge der Umgebung liessen das Pendel zu Gunsten Deubers ausschlagen.

«Die Freude ist riesig, seit mein Team und ich vor knapp zwei Wochen von der Jury Bescheid bekamen», sagte Angela Deuber der Aargauer Zeitung. Sie hat den Studienauftrag zur Gestaltung eines neuen Hochhauses in Baden gewonnen und sich dabei gegen neun Schweizer Architekturbüros durchgesetzt. Die Teams von Balissat (Projekt «Midtown») und Schneider & Schneider («Zora») aus Baden beziehungsweise Aarau verwies Deuber auf die Plätze. Entstehen soll das rund 57 Meter hohe Wohn- und Geschäftshaus im Krismer-Areal, auf einem Grundstück, das der Merker Liegenschaften AG gehört.

«Vieles war im Studienauftrag vorgegeben. Uns war sehr wichtig, ein möglichst schlankes Gebäude und eine möglichst filigrane, ja delikate Fassade zu schaffen.»

Angela Deuber

Der Entwurf zeichnet sich aus durch den umfangreichen Einsatz von Glas an der Fassade und bei den Balkonen. Die tragende Struktur soll sich dahinter abzeichnen, so die Idee. Die Visualisierungen sind vielversprechend, feingliedrig und leicht wirkt das Gebäude auf ihnen. Doch gebietet sich noch etwas Zurückhaltung, denn Darstellungen grosser, transparenter Glasflächen können täuschen. Die Säulen hinter der Fassade sind von blühenden Blumen inspiriert. Interessant und überzeugend ist auch die städtebauliche Setzung des Projekts: Zur Brugger- und Gartenstrasse sollen kleine, einladende Plätze aufgespannt werden. Und spitz zulaufende Gebäudeecken weisen auf zwei wichtige Bauten in der Umgebung: den Bahnhof und die Ruine Stein. Die Bezugnahme auf Natur und Kontext ist für Deuber essenziell. Der Aargauer Zeitung sagte sie: «Das ist ein Aspekt, der leider in der Architektur oft zu kurz kommt. Mir ist das Miteinander mit der Umgebung und der Landschaft äusserst wichtig.»

Vom 6. bis zum 12. Dezember 2019 werden alle Beiträge zum Studienauftrag in der Galerie 94 (Bruggerstrasse 37) im Merker-Areal in Baden ausgestellt. Geöffnet ist die Schau wochenends zwischen 10 und 12, werktags von 17 bis 19 Uhr.

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