Herzog & de Meuron beschenken MoMA

Manuel Pestalozzi
4. Februar 2019
Fassadenpaneel Bibliothek Eberswalde. Bild: Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett, Basel

Das The Museum of Modern Art in New York (MoMA) hat mitgeteilt, dass es vom Architekturbüro Herzog & de Meuron Unterlagen zu neun Projekten für seine Sammlung erhält. Ein weitere Schritt hin zur Unvergesslichkeit des Werks.

Offizielle Donatorin ist gemäss Mitteilung des MoMA das Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett. Die Schenkung umfasst 23 «physische Objekte» und dazugehörige Digital Assets: Skizzen, Studien- und Präsentationsmodelle, «architektonische Fragmente», digitale Plansätze, Fotografien und Videos. Die Auswahl soll nicht nur das Endresultat sondern auch den Entwurfsprozess des Büros dokumentieren und ergänzt zwei frühere Schenkungen zu Projekten aus den Jahren 1988-1997 und ein Designobjekt aus dem Jahr 2002.

Volumenstudie für die Elbphilharmonie. Bild: Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett, Basel

Dieses Mal geht es um neun Projekte des Büros aus Basel, welche die Breite und Tiefe seines Werks und seines Beitrags zur zeitgenössischen Architektur dokumentieren sollen, darunter die Dominus Winery, Yountville, Napa Valley, Kalifornien, die Elbphilharmonie in Hamburg oder das Hauptstadion der olympischen Spiele in Beijing 2008. Ein wichtiges Thema ist bei dieser Schenkung auch die Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden, etwa mit Thomas Ruff bei der Bibliothek der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde oder  mit Michael Craig-Martin beim Laban Dance Centre in London. Schliesslich wird auch die Auseinandersetzung mit den Werken von Joseph Beuys und Rémy Zaugg durch Unterlagen zur Kramlich Residence, ebenfalls im Napa Valley, und dem CaixaForum in Madrid dokumentiert. Projekte in der Schweiz findet man im Zusammenhang mit der Schenkung keine.

Offenbar denken die beiden nach wie vor extrem aktiven Basler intensiv über die Nachhaltigkeit ihres Ruhms und ihren Platz in der internationalen Architektur-, Kunst- und Designgeschichte nach und handeln auch hier zielstrebig und überlegt.

Präsentationsmodell der Kramlich Residence. Bild: Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett, Basel

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