Hoch, Holz und Lean

 Manuel Pestalozzi
30. November 2018
Exemplarisch schlanke Prozesse auf dem Campus Suurstoffi. Bild: Zug Estates
Wenn man hoch in Holz baut, ist das schon eine Pioniertat. Wenn noch ein Lean-Modell für schlanke Bauprozesse hinzukommt, wird es definitiv preiswürdig. Diese Binsenwahrheit bestätigt das Projekt HSLU-Campus Suurstoffi.
Der Preis heisst ARC-Award, die Kategorie «BIM» und entgegennehmen durfte ihn am BIM-Kongress im vergangenen November die Zug Estates AG als Bauherrin des Campus Suurstoffi (Baufeld 1 des Suurstoffi-Areals) in Rotkreuz (ZG). Neben einem Betongebäude sind zwei der drei Bauten auf dem HSLU-Campus nach den Entwürfen der Arbeitsgemeinschaft Büro Konstrukt & Manetsch Meyer Dipl. Architekten ETH in Holz-Hybrid-Bauweise geplant. Eines davon ist mit seinen 60 Metern Höhe zum höchsten Holzhochhaus der Schweiz herangewachsen. Rund 70 Prozent der Gesamtfläche dieser drei Gebäude sind langfristig an die Hochschule Luzern vermietet.
 
Stolz auf die Preisvergabe ist auch das Planungs- und Projektmanagementunternehmen Drees & Sommer. Das Unternehmen stellt im Projekt mit LCM (das Akronym wird als geschützte Bezeichnung von Lean Construction vorgestellt) einen geregelten Bauablauf sicher und setzt auf das Zusammenspiel von LCM, BIM und Baulogistik, um den engen Zeitplan einzuhalten. Die prämierte Kombination des Lean-Modells für schlanke Bauprozesse und der digitalen Planungsmethode BIM verbessert nach der Überzeugung von Drees & Sommer die Planungssicherheit, Transparenz und Ausführungsqualität. So wurden beispielsweise alle Holzelemente direkt aus dem BIM-basierten 3D-Modell im Werk produziert und im Just-in-Time-Prinzip angeliefert. Das Thema «BIM bis zur Baustelle» wurde denn auch am erwähnten BIM-Kongress als wichtiges Ziel der Digitalisierung im Bauwesen gehandelt.
 

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