Kantonsgericht ergänzen und ertüchtigen

Manuel Pestalozzi
10. Februar 2020
Das Siegerprojekt interpretiert die repräsentative Funktion des Gerichtsgebäudes zeitgemäss. (Visualisierung: Studio David Klemmer)

Das Architekturbüro Notaton aus Chur hat den Projektwettbewerb um Erweiterung und Umbau des Kantonsgerichts von Basel-Landschaft in Liestal gewonnen. Die Erscheinung und Würde der Institution soll gestärkt werden.

Das Kantonsgericht von Basel-Landschaft in Liestal am Bahnhofplatz 16 in hat seine Kapazitätsgrenze erreicht, ein nordseitig angebautes Provisorium muss mittelfristig entfernt werden. Darum soll das Gebäude erweitert werden. Auch eine Ertüchtigung des denkmalgeschützten Bestandes ist geplant. Das Hochbauamt Basel-Landschaft führte einen einstufigen, anonymen Projektwettbewerb durch. 37 Teams reichten Vorschläge für Erweiterung und Umbau ein. Der Regierungsrat ist der Empfehlung des Preisgerichts gefolgt und hat das Projekt «SIRO» zum Sieger gekürt. Es stammt vom Architekturbüro Notaton aus Chur.

Ausschliesslich mit diesem Gipsmodell wird der Siegerentwurf offiziell präsentiert. Den Erweiterungsbau haben wir eingefärbt. (Foto © Kanton Basel-Landschaft)

Auf ihrer Website schreiben die Architekten über das Projekt, die Erweiterung sei aus der Logik des Bestandes entwickelt; zusammen bilden Alt- und Neubau eine Komposition mit Bezug zur Topografie, zum Orisbach, dem Regierungsgebäude und der Nachbarschaft. Eine Haupterschliessungsachse wurde um 45 Grad geknickt, sodass sie den Bestand unmerklich mit der Erweiterung verbindet. An ihrem Ende führen eine Treppe und ein Lift in die öffentlichen Bereiche von Ober- und Untergeschoss. Die Gerichtssäle sind überhoch und von drei Richtungen durch Oberlichter erhellt.

Der Ergänzungsbau ist um 45 Grad gedreht. (Grundriss: Notaton)
Die zentral gelegenen Säle sind überhoch. (Schnitt: Notaton)

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