Kies auf dem Messeplatz

 Manuel Pestalozzi
15. Juni 2018
Bild: Art Basel und Creative Time
Ein «Stararchitekt unter den Subversiven» sei der Spanier Santiago Cirugeda, meint die Tageswoche. Während der Art Basel steht auf dem Messeplatz seine Struktur – neben Kieshaufen.
Die Gesamtinstallation hat die Art Basel bei den Künstlerinnen Lara Almarcegui, Isabel Lewis und dem Architekturstudio Recetas Urbanas Santiago Cirugeda in Auftrag gegeben. Mit «Basilea» präsentiert Elvira Dyangani Ose ihr erstes Projekt als leitende Kuratorin von Creative Time, welche das Projekt mit Veranstaltungen belebt. Die Struktur von Recetas Urbanas bezeichnet die Tageswoche in ihrem Beitrag (mit einem lesenswerten Interview!) als «hässliche Hütte». Architekt Santiago Cirugeda habe sie mit «lauter blutigen Anfängern» auf den Messeplatz gestellt. Recetas Urbanas sei meist mit Minderprivilegierten tätig. Zusammen errichteten sie günstig Gebäude, die dringend benötigt würden. Auch in Basel waren Freiwillige beteiligt. Sie erstellten ein bühnen- oder tribünenartiges Gebildes, das für kostenfreie Workshops, Performances und Events genutzt wird.
 
Den Kies hat Basel der Künstlerin Lara Almarcegui zu verdanken. Sie wurden nicht zu Haufen sondern zu Halden aufgeschichtet, das Material stammt aus einem aktiven Steinbruch. Die Arbeit nimmt tagtäglich im gleichen Masse wie der zur selben Zeit in einem Basler Steinbruch abgebaute Kiesel an Volumen zu und lädt dabei dazu ein, sich Gedanken über die Folgen unseres extraktiven Verhaltens bezüglich des Erdreiches zu machen.
Bild: Art Basel und Creative Time

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