Mehr einfach wohnen

 Manuel Pestalozzi
17. Oktober 2017
Bild: obra visual GmbH, Zürich
Bezahlbarer Wohnraum ist ein Anliegen, dessen Dringlichkeit nicht nachlässt. Auf dem Geerenwegareal beim Bahnhof Zürich-Altstetten soll eine temporäre Siedlung mit 33 Wohnungen Abhilfe schaffen.
Es handelt sich um eine Operation, die in enger Zusammenarbeit mit der Grundstückseigentümerin, der Stadt Zürich, abgewickelt wird. Die Lage am Vulkanplatz bietet der temporären Siedlung eine ausgezeichnete Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz. Öffentlich ausgeschrieben wurde das Projekt von Einfach Wohnen, einer Stiftung für bezahlbare und ökologische Wohnungen. Den Zuschlag erhielt die Arbeitsgemeinschaft ARGE KHS (HDPF Hamburger Du Pfammatter Ferrandiz AG, Johannes Kaufmann Architektur und Simuba Schläpfer Immobilien und Bau). Als Totalunternehmung erstellt sie die mobile Anlage in modularer Bauweise.
 
Vorgesehen sind 20 Wohnungen mit je fünf Schlafzimmern und 13 Wohnungen mit je drei Schlafzimmern sowie jeweils einem vorgelagerten Raum mit Küche für gemeinsames Wohnen und Essen. Zu jeder Wohneinheit gehören eine Nasszelle mit Toilette und Dusche sowie eine separate Toilette. Voraussichtlich können in einem ersten Schritt ab Herbst 2018 junge Erwachsene in Ausbildung mit geringem Einkommen in der Siedlung Zimmer mieten. Gleichzeitig wird der Zürcher Fachorganisation AOZ die Möglichkeit geboten, dort eine Anzahl Asylsuchende unterbringen.
 
Neben einer innovativen Durchmischung der Mieterschaft verspricht das Projekt bezahlbare Mietzinse und ein Wohnen nach energetisch und ökologisch vorbildlichem Standard. Die Miete pro Zimmer wird 500 bis 600 Franken betragen. Das Jugendwohnnetz (Juwo) mietet 22 Wohnungen für Junge in Ausbildung, die AOZ 11 Wohnungen, in denen Familien und Einzelpersonen untergebracht werden – bei Einzelbelegung Männer und Frauen in separaten Einheiten. Zusätzlich entstehen Räume für gemeinsame Nutzungen, unter anderem ein Veranstaltungsraum und eine grosszügige Waschküche.

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