Moxy im Anmarsch

Manuel Pestalozzi
11. September 2019
Das Hotel ist in den engen Raster des verdichteten Quartiers Le Flon eingepasst. (Visualisierung: Localarchitecture)

In Lausanne wird demnächst das erste Moxy in der Schweiz eröffnet. Unter diesem Namen will die Hotelkette Marriott die Millennials für sich gewinnen und Airbnb Konkurrenz machen.

«When someone has guts or balls, they have moxy» – so erklärt urbandictionary.com das Wort. Ob es wirklich besonderen Mut braucht, im so benannten Hotel ein Zimmer zu buchen, ist allerdings zu bezweifeln. Für die Hotelgruppe Marriott ist Moxy der Brand, der auf Millennials fokussiert. 2014 öffnete das erste Moxy in Mailand. Jetzt ist Lausanne an der Reihe, genauer gesagt, das Quartier Le Flon. Entworfen hat den Bau Localarchitecture Sàrl aus Lausanne. Als Franchisenehmerin mit an Bord ist SV Hotel aus Dübendorf. Die Firma ist auf das Management und Development von Hotels spezialisiert.

«Das Design-Thema Olympia lag auf der Hand», begründet Innenarchitektin Valentina Hertz von Monoplan die Themenwahl für Lausannes Moxy. Das Zürcher Büro war für die Ausgestaltung der Innenräume verantwortlich. Mit seinen 113 Zimmern soll das Hotel eine neue Generation von Reisenden ansprechen, die einen «hippen Stil», moderne Technologien sowie faire Preise schätzen. Der Empfangsbereich gleicht einem offenen, modernen und grosszügigen Wohnzimmer. Dabei steht eine Bar im Mittelpunkt, an der kreative Cocktails gemixt werden. Die Zimmer sind, schliesst man nach dem unten abgebildeten Muster, knapp bemessen und gerade mit den nötigsten Möbeln versehen. Sie bieten aber alle erdenklichen Kommunikationsmittel. Und unterm Bett brennt das Licht. Die Eröffnung des ersten Schweizer Moxy ist für das Jahresende geplant.

Das Musterzimmer wirkt bescheiden und absolut dichtelusttauglich. (Foto: SV Hotel)

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