Neuer Anlauf

Manuel Pestalozzi
10. Februar 2020
Bleibt ein Traum – das «Nobelhuset» von David Chipperfield auf der Halbinsel Blasieholmen. (Foto: David Chipperfield Architects)

Eigentlich hätte das «Nobelhuset» für die Nobelpreis-Verleihungen auf der Halbinsel Blasieholmen im Zentrum von Stockholm gebaut werden sollen – nach Plänen von David Chipperfield. Doch der Widerstand war zu gross, ein Gericht stoppte das Projekt. Jetzt wir unweit des Verkehrsknotenpunkts Slussen ein neuer Anlauf genommen.

«Das ist ein Neubeginn für unsere Bemühungen, das Nobel-Zentrum Wirklichkeit werden zu lassen», sagte der Stiftungsvorsitzenden Lars Heikensten der Presse. Das geplante Zentrum werde an einem anderen Ort eine neue Gestalt annehmen, fügte er hinzu. Die Stiftung werde sich nun um Sponsoren bemühen. Auch soll ein neuer Architekten beauftragt werden.

Das ursprünglich auf der Halbinsel Blasieholmen angedachte Zentrum, gestaltet von David Chipperfield, war 2018 an einem Gerichtsurteil gescheitert. Zu den Kritiker*innen des Projekts zählte auch Schwedens König Carl XVI. Gustaf. Chipperfields Vorschlag hätte sich mit einer Kupferfassade zwar eigentlich gut in die Uferfront der Halbinsel eingefügt, aber auch zwei kleinere Gebäude verdrängt, darunter ein historisches Zollhaus aus dem 19. Jahrhundert. Aus Sicht der zuständigen Richter*innen wäre das Gebäude nicht mit der historischen Bausubstanz rundherum in Einklang zu bringen gewesen. Ob sich die Stadt künftig über dieses Urteil wird freuen können? Es bleibt abzuwarten.

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