Oden an den öffentlichen Raum

Inge Beckel
5. Juli 2019
Foto: Inge Beckel

Am letzten Juniwochenende fand in Konstanz und Kreuzlingen am Bodensee der legendäre grenzüberschreitende, 24-stündige Flohmarkt statt.

Die Bodensee-Anrainer und Grenzstädte Konstanz und Kreuzlingen luden Händler*innen und Flaneure Ende Juni ein weiteres Mal zu ihrem alljährigen, gigantischen Flohmarkt ein, der samstags um 18 Uhr begann und über die ganze Nacht bis Sonntagabend 18 Uhr dauerte. Aussteller*innen waren grossenteils Privatleute, die, ganz in der Tradition von Trödlern, alte Waren aus dem eigenen Haushalt oder allenfalls aus dem eines Vorfahren an vorbeiziehende Interessierte und Schaulustige zu verkaufen suchten.

Jährlich werden für den Anlass ganze Strassenachsen, auch Hauptverkehrsadern, für den motorisierten Verkehr gesperrt, was – vor allem bei Marktbeginn, wenn Antiquitätenhändler*innen unterwegs sind – zu kilometerlangen Staus führen kann. Eine Alternative bot dabei das Hochsommerwetter, das einen den Abend gerne auch am Seeufer geniessen liess, wodurch der Flohmarktbesuch auf die ruhigeren Sonntagmorgenstunden verschoben wurde. Doch ob am Ufer oder auf einer innerstädtischen Marktstrasse – die offenen Stadt-Räume wurden allesamt zu Oden an den öffentlichen Raum.

Foto: Inge Beckel

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