Der Max Kämpf Platz ist fertig.

Poetische Miniatur

Manuel Pestalozzi
14. Oktober 2019
Foto © Ariel Huber / Edit images

Im Erlenmattquartier hat die Stadt Basel eine anmutige Parklandschaft geschaffen. Der Max Kämpf Platz evoziert Erinnerungen an seinen Namensgeber und zelebriert die lokale Baukultur.

Max «Megge» Kämpf (1912–1982) war ein aus Basel stammender Maler und Zeichner, der nach ihm benannte Platz befindet sich im südlichen Bereich des Erlenmattquartiers, das in den letzten Jahren nordwestlich des Badischen Bahnhofs förmlich aus dem Boden gestampft wurde. Sein Autor ist Architekt Gaetano Castiello, Projektleiter beim Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt. Er gestaltete den Platz, der unter anderem ein Wasserbecken mit sanft gewölbten Hügellandschaften «en miniature» bietet, inklusive «Bergseen», plätschernde Fontänen und Wasserläufe in Talsohlen. 

Das Becken und der Park sollen an Felsformationen und breite Canyons erinnern, wie sie einst Max Kämpf im Reservat der Navajo-Indianer erlebt und gemalt hat. In den warmen Farbtönen der verwendeten Materialien spielt Kalkstein den Grundakkord. Daneben wurde eine Wiese mit Wildblumen und Gräsern angelegt. Ein Wegband, das im Verlauf an ein Kleeblatt, zwei verschränkte Achterbahnen oder auch an Grundrisszeichnungen von Zentralbauten erinnert, offeriert einen in vier Schlaufen verwobener, unendlicher Parcours. Hier können sich Basler*innen und natürlich auch alle Besucher*innen der Stadt gut in der Kunst des Spazierens üben, meint Gaetano Castiello im poetischen Erläuterungstext.

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