Das Architekturforum Zürcher Oberland hat sechs Projekt ausgezeichnet.

Qualitätsvolles Oberland

Elias Baumgarten
5. November 2019
Primarschulpflege Uster, Boltshauser Architekten, Schulhaus Krämeracker, Uster (Foto: Philip Heckhausen)

Herausragende Bauten finden sich nicht nur in der Stadt Zürich, sondern vielfach auch im Umland. In Volketswil wurde am 25. Oktober 2019 der «Baupreis Zürcher Oberland» verliehen. Zehn Projekte waren nominiert, sechs wurden schliesslich prämiert. Wir zeigen sie.

Sieben Mal wurde der «Baupreis Zürcher Oberland» in den letzten 18 Jahren schon vergeben. Lanciert wurde die Auszeichnung 1999 vom Architekturforum Zürcher Oberland (AFZO). An der heurigen Ausgabe war die Qualität der Eingaben – diesmal 47 an der Zahl – neuerlich sehr hoch. Das freut das AFZO sehr: Es seien vermehrt Bauherrschaften am Werk, welche den kulturellen und ökonomischen Wert guter Architektur erkennen würden und das Bewusstsein hätten, dass Bauen mit einer grossen Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit verbunden sei, so Präsident Mike Weber. Ausgezeichnet werden mit dem Preis nämlich nicht zuvorderst die Architekt*innen, sondern die Bauherr*innen, welche die Projekte initiiert und mit oft grösstem Engagement vorangetrieben haben. 

Die Jury bestand aus Stephan Marending (Baumschlager Eberle), dem Landschaftsarchitekten Stefan Rotzler, Pascale Guignard (Guignard & Saner Architekten), Marius Hug (Michael Meier/Marius Hug Architekten), Paul Rickli (BGS & Partner Architekten) sowie Oliver Erb (BDE Architekten). In zwei Sitzungen entschieden sich die Jury für zehn Nominierte und zeichneten hernach sechs Projekte aus. Die siegreichen Bauherr*innen erhalten je einen Messingbolzen als Trophäe, den sie an ihren Bauten anbringen dürfen. Alle prämierten Projekte wurden zudem in die App «Architekturwanderer.ch» des AFZO aufgenommen. Bereits 8'500 Architekt*innen und Interessierte haben dies bis heute benutzt. 

Doch zurück zum «Baupreis Zürcher Oberland»; dieser wurde vergeben für das Schulhaus Krämeracker von Boltshauser Architekten und die zugehörige Freiraumgestaltung von Ganz Landschaftsarchitekten. Ausgezeichnet wurden auch die Wohnüberbauung Stocklen von Burkhard Meyer Architekten, ein Mehrfamilienhaus in Küsnacht von Annette Gigon und Mike Guyer sowie ein Wohnhaus in der Kernzone von Meilen von Neff Neumann Architekten. Und auch ein Infrastrukturprojekt wurde prämiert: der Busbahnhof Schwerzenbach von 10:8 Architekten.

Schulhaus Krämeracker (Foto: Philip Heckhausen)
Schulhaus Krämeracker (Foto: Philip Heckhausen)
Primarschulpflege Uster, Ganz Landschaftsarchitekten, Freiraumgestaltung am Schulhaus Krämeracker (Foto © Ganz Landschaftsarchitektur)
Baugesellschaft Stocklen, Odinga Picenoni Hagen AG, Burkard Meyer Architekten, Wohnüberbauung Stocklen, Meilen (Foto: Roger Frei)
Wohnüberbauung Stocklen (Foto: Roger Frei)
BGZ Baugenossenschaft Zurlinden, Neff Neumann Architekten, Wohnhaus in der Kernzone, Meilen (Foto: Roger Frei)
Wohnhaus in der Kernzone (Foto: Roger Frei)
Erbengemeinschaft, Annette Gigon / Mike Guyer Architekten, Mehrfamilienhaus Küsnacht (Foto: Seraina Wirz)
Mehrfamilienhaus Küsnacht (Foto: Seraina Wirz)
Mehrfamilienhaus Küsnacht (Foto: Seraina Wirz)
Gemeinden Schwerzenbach, Volketswil, Fällanden und Greifensee, 10:8 Architekten, Busbahnhof Schwerzenbach (Foto: René Dürr)
10:8 Architekten, Busbahnhof Schwerzenbach (Foto: René Dürr)

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