Rekordjagd

Manuel Pestalozzi
27. September 2019
Das Holzhochhaus verspricht preisgünstige Wohnungen an zentraler Lage. (Visualisierung © filippo bolognese images)

An der Baarerstrasse 104–108 in Zug ist das mit 80 Metern höchste Holzhochhaus der Schweiz geplant. Es soll preisgünstige Wohnungen beherbergen.

Der Bau eines Hochhaus namens «Projekt Pi» bildet den Auftakt zur Entwicklung des Tech Clusters Zug auf dem Stammareal der V-ZUG. Mit einer Gesamtleistungsstudie, an der fünf namhafte Schweizer Teams sowie eines aus Österreich teilgenommen haben, wurde ausgelotet, wie preisgünstiges Wohnen in einem Hochhaus mit modernsten Bauverfahren und nachhaltiger Materialisierung ermöglicht werden kann. Die V-ZUG möchte mit diesem Projekt ihrem Bekenntnis zu Innovation und Verantwortung in technologischen Themen Taten folgen lassen.

Aus dem Verfahren ging das Projekt von Duplex Architekten, dem Ingenieurbüro WaltGalmarini und der Implenia siegreich hervor. Das Wohnhochhaus soll einen rechteckigen Fussabdruck haben und 80 Meter hoch aufragen. Nach jeweils sechs Geschossen überragt das nächstfolgende Geschoss das darunterliegende zu allen Seiten um eine Stützenbreite. Die insgesamt drei Auskragungen lassen die Geschossfläche ringartig vom Erdgeschoss bis zum Dachgeschoss anwachsen. Das Projekt zeichne sich durch eine Vielfalt an Wohnungstypen und interessante Gemeinschaftsangebote für unterschiedliche Bedürfnisse der Bewohnerschaft aus, wie das Beurteilungsgremium in seinem Bericht schreibt.

Das geplante Holzrahmentragwerk (Visualisierung © WaltGalmarini AG)

Als nächster Schritt steht die Erarbeitung eines Bebauungsplans für das Geviert Baarer-, Göbli-, Industrie- und Mattenstrasse an. Der Baubeginn ist für Ende 2021 geplant. Mit der Fertigstellung wird per 2024 gerechnet. Die Ergebnisse der Gesamtleistungsstudie werden in einer Ausstellung noch bis am 16. Oktober 2019 im ZUGORAMA an der Baarerstrasse 124 in Zug gezeigt. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr.

Mit zunehmender Höhe vergrössern sich die Geschossflächen. (Visualisierung © filippo bolognese images)

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