Spielzeug (nicht nur) für Architektenkinder

 Jenny Keller
23. November 2018
«Borgo», der Spielzeug-Bausatz, entworfen von Trudy Frisch. Bild: fluxfactory.ch
Das Spielzeugdorf «Borgo» von Trudy Frisch ist wieder in einer limitierten Auflage erhältlich. Schliesslich ist ja bald Weihnachten.
Das Attribut «Frau von ... » ist ja eigentlich von gestern. Dennoch muss man es bei Trudy Frisch bemühen. Die erste Frau von Max Frisch, wie er auch Architektin, hat das Spielzeugdorf «Borgo» entworfen, ein Bausatz aus 36 Einzelteilen, den man zu einem mittelalterlichen Gutshof mitsamt Turm und Zypressen zusammensetzen kann – oder auch zu freien städtebaulichen Visionen inklusive landschaftsarchitektonische Eingriffe im Kinderzimmer inspiriert.

Bei manch einem modernen Spielzeug liest man die seltsamsten Dinge auf der Verpackung, Spielzeuge müssen ja heute nicht nur zum Spielen herhalten, sondern sollen allerhand Fähigkeiten fördern. Das «Borgo» kommt in einer schlichten Tannenholzkiste daher und fördert nicht nur das räumliche Denken des beschenkten Kindes, sondern animiert auch dessen Mutter, (die diese Zeilen schreibt) zum gemeinsamen Spiel. 

Es handelt sich um ein wunderschönes dreidimensionales Holzpuzzle, das Trudy Frisch für ihre Enkelkinder (und sich selbst) entworfen haben soll, liest man im Artikel in der NZZ von 2009. Der Verein Zürcher Eingliederung hat das Spielzeug hergestellt – aber es war leider nicht mehr im Verkauf. Nun hat Doris Lang den Restbestand von 22 Stück für den Wiederverkauf erwerben können und vertreibt ihn auf ihrem Onlineshop fluxfactory.ch.

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