Teufner Baumemorandum: Baukulturelles Erbe bewahren

Manuel Pestalozzi
26. Februar 2020
Typische Agglo-Bauten gibt es längst auch in Teufen. Doch regionale Bautraditionen sollen bewahrt werden. (Foto: Manuel Pestalozzi)

Seit Mitte Februar 2020 besitzt die Gemeinde Teufen in Appenzell Ausserrhoden ein Baumemorandum. Es soll sicherstellen, dass Teufen zwar verdichtet wird, aber doch Teufen bleibt.

Das Memorandum wurde von der Gemeinde Teufen beim Institut für Bauen im alpinen Raum (IBAR) der Fachhochschule Graubünden in Auftrag gegeben. Es soll den Austausch zwischen Bauwilligen und den kommunalen Behörden unterstützen und ihnen wichtiges Wissen an die Hand geben. Die Verfasser*innen sind zuversichtlich, dass mit ihrem Werk Projekte im Sinne der ortsbaulichen Zielvorstellungen innerhalb einzelner Quartiere gelenkt werden können.

Inhaltlich wird die bauliche «DNA» Teufens erläutert und fixiert. Damit erinnert das Projekt an die räumlichen Dorfbilder, die das Architekturbüro Ruumfabrigg für Glarus Nord entwickelt. Grob gesagt beleuchtet das Memorandum drei Komponente eines Dorfbildes: die Farbigkeit und Materialität der Häuser, ihre Volumetrie und Formen sowie den Rhythmus der Öffnungen und Nutzungen. Das Memorandum findet sich auf der Website der Gemeinde und kann frei heruntergeladen werden. Es erinnert daran, dass das Bewahren von Traditionen und des baukulturellen Erbes ein wesentlicher Baustein der Geschichte Teufens ist. Die Behörden seien gewillt, dem Sorge zu tragen, schreibt Gemeindepräsident Reto Altherr (FDP) im Vorwort. Spannend wird, die tatsächliche Wirkung des Schriftstücks auf die bauliche Entwicklung der Gemeinde zu beobachten.

Im Zeughaus Teufen ist bis auf weiteres eine Ausstellung zum Baumemorandum zu sehen.

Im Zeughaus Teufen kann man sich aktuell über das Baumemorandum informieren. (Foto: Manuel Pestalozzi)

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