The Smart Slab has landed

 Manuel Pestalozzi
31. Juli 2018
Hier schwebt Segment 3 herbei, um sich auf dem der NEST-Unit «DFAB House» niederzulassen. Bild Xijie Ma/ETH Zürich
Nun sind sie versetzt, die fabulösen Leichtbetonteile, welche die Unit «DFAB House» der Versuchsinstallation NEST auf dem Areal der Empa in Dübendorf krönen und den Smart Slab ergeben. Gegossen wurden sie mit Schalungen aus dem 3D-Printer.
Wieder gibt es also Neuigkeiten zur «DFAB»-Unit. Gemäss Pressestelle der ETH handelt es sich beim Smart Slab um das weltweit erste Architekturprojekt im Realmassstab, für dessen Schalung 3D-Sanddruck eingesetzt wurde. Für die Fabrikation der Schalungselemente entwickelte eine Forschungsgruppe um Benjamin Dillenburger, Assistenzprofessor für Digitale Bautechnologien an der ETH Zürich, eigens eine neue Planungssoftware. Diese vermag alle für die Produktion relevanten Parameter aufzunehmen und zu koordinieren. Nebst Basisdaten wie den Raumdimensionen gaben die Forschenden auch einen millimetergenauen Scan der geschwungenen Mesh Mould-Wand ein, die als Hauptträgerin der Betondecke fungiert.
 
Mithilfe der Software wurde die Geometrie der Decke so adaptiert, dass an jeden Punkt gemäss Kräfteverlauf nur exakt so viel Beton kommt, wie strukturell nötig ist. «Wir haben die Decke nicht gezeichnet, sondern programmiert», sagt Mania Aghaei Meibodi, Senior Researcherin und Projektleiterin Smart Slab in Dillenburgers Gruppe. «Mit analoger Planung wäre es niemals möglich, all diese Aspekte aufeinander abzustimmen, erst recht nicht in dieser Präzision.» Die 80 m2-grosse und 15 Tonnen schwere Decke, der Smart Slab, setzt sich aus insgesamt elf Betonsegmenten zusammen und verbindet das Untergeschoss mit dem darüber liegenden zweistöckigen Holzbau.

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