Swiss Design Awards

Vielfältiges Schweizer Design

 Jenny Keller
13. Juni 2018
Christophe Guberan erhielt eine Auszeichnung für seinen «Rapid Liquid Printer». Bild: Christophe Guberan
Die Swiss Design Awards bilden das breite Spektrum des Design-Schaffens in der Schweiz ab. Die Ausstellung in Basel ist vielfältig und einen Besuch wert.
Auf der Galerie der Halle 3 der Messe Basel sind auch dieses Jahr wieder die nominierten und ausgezeichneten Arbeiten des Schweizer Design-Preises zu sehen. 50 Positionen aus 270 Eingaben sind in Basel zu sehen, 17 Designerinnen und Designer wurden in den Bereichen Fotografie (3), Grafikdesign (5), Mode- und Textildesign (3), Produkte und Objekte (4) und Vermittlung (2) ausgezeichnet. Mit dem Grand Prix Design wurden ausserdem zwei gestandene Gestalter – und ein Hersteller – für Ihr Schaffen gewürdigt. Die Grafikerin Rosmarie Tissi, die Textildesignerin Cécile Feilchenfeldt und der Baumscheren-Produzent Felco.
In Anwesenheit von Bundespräsident Alain Berset wurden am 12. Juni die Preise in Basel verliehen. Jörg Boner, der neue Präsident der eidgenössischen Designkommission erwähnte nicht nur die hohe Qualität der Arbeiten, sondern auch den Altersschnitt der Gestalter und meinte damit, dass nicht nur Schulabgänger, sondern auch Designer, die den Beruf schon eine Weile ausüben, in der Ausstellung zu sehen sind. Bemerkenswert ist auch das breite Spektrum des Schweizer Design-Schaffens, das der Swiss Design Award abbildet: So gibt es kein gutes Design ohne gute Auftraggeber (Felco oder Atelier Pfister, beziehungsweise Preisträger Adrien Rovero mit dem Stuhl «Lausanne»), ist das Handwerk immer noch Teil des Kunstgewerbes (das Keramik von Laurin Schaub, die Strickkunst von Cécile Feichenfeldt), stellt die Schweiz noch immer präzise Grafik mit konzeptioneller Handschrift her (Rosmarie Tissi, Julia Born, Dan Solbach) und wird in die Zukunft des Produzierens investiert (Christophe Guberan mit dem «Rapid Liquid Printer», der den 3-D-Drucker und dessen Ästhetik, beziehungsweise formale Gestaltung von solchen gedruckten Objekten hinterfragt und verändert). Aber auch Arbeiten an der Schnittstelle zur Kunst findet man hier, insbesondere bei der Fotografie. In der Ausstellung gibt es viele interessante Positionen zu entdecken, die in der Zeitung und dem Blog sehr gut vermittelt werden. Wem die gesehene Kunst wie Champagnerblasen in den Kopf gestiegen ist, dem sei ein Abstecher auf die Galerie in der Halle 3 empfohlen.
Keramik von Laurin Schaub. Bild: zvg
Adrien Roveros Stuhl «Lausanne» wurde ausgezeichnet. Bild: Atelier Pfister

Swiss Design Awards 2018
Halle 3, Galeriegeschoss
12. bis 17. Juni 2018
Täglich 10 bis 19 Uhr, Sonntag bis 18 Uhr
Eintritt frei

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