Von Raum und Zeit

 Jenny Keller
15. Juni 2018
Der Serpentine Pavilion 2018. Bild: Iwan Baan
Der 18. Serpentine Pavilion wird heute Freitag offiziell eröffnet. Dessen Architektin Frida Escobedo (geboren 1979) ist die jüngste Architektin, die diesen Job jemals machen durfte.
Die Mexikanerin Frida Escobedo wurde von Hans Ulrich Obrist, künstlerischer Leiter der Serpentine-Galerie, und von deren CEO Yana Peel ausgewählt. Unterstützt wurde der Findungsprozess von den Beratern David Adjaye und Richard Rogers.

Der Pavillon beschreibt einen geschlossenen Hof, gebildet durch zwei rechteckige, verschränkte Volumen, umfriedet von Wänden aus britischen Zementziegeln, die an mexikanisch-traditionelle Celosias (eine «offene» Wand, die Schatten spendet und Luft durchlässt) erinnern sollen, indem sie mit einem Abstand zueinander auf einer Stange aufgereiht sind. Die äusseren Mauern stehen in der Verlängerung der Ostfassade der Serpentine-Galerie, und die Achse des inneren Hofes ist genordet und soll eine Referenz an den ersten Meridian herstellen, der 1851 in Greenwich eingeführt worden ist und bis heute die globale Zeit bestimmt.

Bei der Preview am Dienstag, 12. Juni war auch Salma Hayek anwesend, Hans Ulrich Obrist kriegte die «zwei Fridas» vor die Insta-Linse.
Britische Celosias. Bild: Iwan Baan
Bezüge fehlen nicht. Bild: Iwan Baan
Projektskizze der Architektin.

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