Weniger schwitzen dank Bäumen

 Inge Beckel
19. September 2016
Solarbetriebene Messanlage auf dem Grünstreifen am Bordeauxplatz in München. Bild: M. Rahman/ TUM
Bäume transpirieren. In erhitzen Städten kann der Wasserverlust aus ihren Blättern Strassen und Plätze kühlen, einer Klimaanlage vergleichbar. Vor allem, wenn sie in Grünstreifen – und nicht inmitten des Hartbelags – gepflanzt sind.
Häuserschluchten, Strassen und Plätze heizen sich im Sommer stark auf – das haben wir alle in den letzten Tagen erleben können. So schreibt auch Mohammed Rahman von der Technischen Universität München (TUM) in einer Pressemitteilung.

Abhilfe können Bäume schaffen, kühlen sich doch Asphaltflächen unter ihren Kronen um bis zu 20°C und die Luft um bis zu zwei Grad Celsius ab. Dies haben seine Studien am Lehrstuhl für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung an der TUM gezeigt. Neuste Ergebnisse des Pflanzenökologen belegen, dass die optimale Kühlwirkung an Sommertagen diejenigen Stadtbäume liefern, die auf offen angelegten Plätzen in Grünstreifen wachsen. Die Leistung der Bäume sei mit der einer Klimaanlage vergleichbar, sagt Rahman. Um die sommerliche Hitze in den Städten folglich zu reduzieren, wäre es sinnvoll, mehr offene Räume und Plätze zu schaffen mit jedenfalls teilweise unversiegelten Böden.

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