Werkplatz der Zukunft

 Manuel Pestalozzi
18. Juni 2018
Das Gewerbehaus NOERD in Zürich-Oerlikon verkörpert exemplarisch die Zukunft des innerstädtischen Werkplatzes. Bild: Manuel Pestalozzi
In der Stadt Zürich wurde die Praxis für die Ansiedlung von Industrie und produzierendem Gewerbe in den entsprechenden Zonen angepasst. Es darf dort weniger produziert und dafür mehr entwickelt und vermarktet werden.
Bis anhin liess die Baubewilligungsbehörde der Stadt Zürich in den Industrie- und Gewerbezonen nur Betriebe als Produktionsbetriebe zu, die mindestens auf 55 Prozent der belegten Fläche tatsächlich auch im engeren Sinn «produziert» haben. Die von der Stadt in Auftrag gegebene INFRAS-Studie «Nutzungen in den Industrie- und Gewerbezonen der Stadt Zürich. Zeitgemässe Definitionen» hat jedoch aufgezeigt, dass diese Praxis nicht mehr zeitgemäss ist und die Ansiedlung moderner Produktionsbetriebe in den Industrie- und Gewerbe-zonen erschwert – was den Werkplatz Zürich letztlich schwächt.
 
Die Bausektion des Stadtrats hat ihre Praxis den aktuellen Umständen angepasst. Neu muss nur noch auf einem Drittel der Betriebsfläche eines Produktionsunternehmens tatsächlich produziert werden, zwei Drittel stehen für andere Funktionen zur Verfügung; zum Beispiel Entwicklung oder Marketing. Gemäss Einschätzung des Amts für Baubewilligungen wird die neue Regelung eine positive Beurteilung vieler Baugesuche ermöglichen, die bis anhin abgelehnt wurden.
 

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