Zwei Frauen für den SIA

Manuel Pestalozzi
15. April 2019
Neu im SIA-Vorstand: Birgitta Schock (links) und Manijè Chantal Alexander-David (rechts). Bild: Reto Schlatter

Die Delegierten des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) wählten die Umweltingenieurin Manijè Chantal Alexander-David und die Architektin Birgitta Schock in den Vorstand des Vereins.

Der Vorstand ist das oberste strategische Führungsorgan des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA). Er vertritt den Verein nach aussen, erarbeitet dessen Strategie und organisiert deren Umsetzung. Er besteht aus dem Präsidenten oder der Präsidentin, den zwei Vizepräsidenten oder Vizepräsidentinnen und sechs bis zehn weiteren Mitgliedern. 

Mit den beiden neuen Mitgliedern im nähert sich der Vorstand der Geschlechterparität – das Verhältnis ändert sich von 7:3 auf 6:5. Die 1982 geborene Manijè Chantal Alexander-David hat an der ETH Zürich Umweltingenieurwissenschaften mit Vertiefung Wasser- und Stoffhaushalt studiert sowie einen MAS in Management, Technology and Economics/BWI an der ETHZ absolviert. Der Projektleiterin im Umwelt- und Sicherheitsbereich ist es ein Anliegen, bei der strategischen Orientierung der Architektur- und Ingenieurbranche mitzuwirken, eine Vorbildfunktion für angehende Ingenieur*innen einzunehmen, Werbung und Lobbying für die Planer betreiben sowie partizipative Prozesse im Umweltbereich weiterzuentwickeln. Sie tritt die Nachfolge des Geologen Daniele Biaggi an.

Mit Brigitta Schock erhöht sich die Mitgliederzahl von 10 auf 11. Denn der Vorstand des SIA will den Wandel der Planungs-, Bau- und Immobilienbranche, welcher mit der Digitalisierung einhergeht, aktiv gestalten. Mit ihr gewinnt er eine Person, deren Kompetenz auf diesem Gebiet international anerkannt ist. Das soll es dem SIA erlauben, die digitale Transformation im Planungs- und Bauwesen der Schweiz mit wesentlichen Impulsen voranzubringen. Brigitta Schock ist Partnerin bei der schockguyan partner gmbh. Sie hat langjährige Erfahrung in der Architektur und im Bauwesen. Ihr Fokus liegt auf der Prozessoptimierung unter Anwendung unterschiedlicher Arbeitsmethoden wie Design Thinking, Lean Construction Management sowie in der BIM-Beratung für Neubauten und Bestand. Sie studierte an der ETH Zürich Architektur und absolvierte ein Programm in Global Teamwork am Project Based Learning Laboratory an der Stanford University in Kalifornien, USA. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Raumplanung an der ETH Zürich und Gastdozentin für Raumentwicklung an der Hochschule Rapperswil. Schock ist auch Mitglied des Vorstandes von Bauen digital Schweiz, Vorstandsvorsitzende von building SMART Schweiz sowie Vizepräsidentin vom netzwerk_digital.

In einer Rückmeldung auf diesen Beitrag, den der verantwortliche Redaktor zwischenzeitlich hinsichtlich Geschlechterverhältnis leicht angepasst hat, legt die Kommunikationsabteilung des SIA Wert auf die Feststellung, dass der Vorstand diese zwei Frauen nicht gewählt hat, weil sie Frauen sind, sondern als wahre Koryphäen in ihren Fachgebieten. 

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