Ersatzneubau Stöckli Ueberstorf

27. November 2014

Ersatzneubau Stöckli Ueberstorf
2014

Ueberstorf FR

Auftragsart
Direktauftrag

Bauherrschaft
Privat

Architektur
orgastritt architekten gmbh, Zürich
Mathias Stritt, Simon Orga

Gebäudevolumen
534 m3

Massgeblich beteiligte Unternehmer
Holzbauer: Beer Holzbau AG, Ostermundigen
Äussere Abschlüsse und Schreinerarbeiten: Wohnmacher AG, St. Antoni

Fotos
Nadine Andrey Fotografie, Bern
ost architekten, Zürich

Das Büro ost architekten hat kürzlich ein Ferienhaus in Ueberstorf fertiggestellt. Mathias Stritt und Simon Orga stellen sich unseren Fragen.

Blick über die Hofanlage

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?
Es handelt sich um ein Ferienhaus in einer denkmalgeschützten Hofanlage in einer Gegend, die normalerweise nicht als Feriendestination bekannt ist. Der Bauernhof ist seit mehreren Generationen im Besitz der Familie des Bauherren. Es bestand deshalb ein sehr starker persönlicher Bezug zum Ort.

Lichtspiel in der Dämmerung

Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?
Uns hat von Anfang an interessiert, wie wir traditionelle Elemente und Bauweisen der Region aufnehmen und neuinterpretieren können. Wir haben uns lange und ausführlich mit den vorhandenen Proportionen der Öffnungen und der Fassadengliederung auseinandergesetzt. Auch von den feinen Schnitzereien, die traditionell in allen möglichen Formensprachen als Fassadenschmuck vorkommen, haben wir uns für die Jalousien inspirieren lassen.

Reinterpretation der Ornamente

Wie hat der Ort auf den Entwurf eingewirkt?
Der Ort im weiteren Sinne hatte grossen Einfluss auf den Entwurf, da wir versucht haben, traditionelle Bauweisen und Themen neu zu übersetzen. Der Ort im engeren Sinne hat auch stark auf den Entwurf eingewirkt, vor allem im Umgang mit Materialien, Farben, und Proportionen. Uns war es wichtig, dass sich der Neubau nahtlos in die Hofanlage einfügt und mit ihr einen Dialog eingeht.

Blick von Norden

Inwiefern haben Bauherrschaft, Auftraggeber oder die späteren NutzerInnen den Entwurf beeinflusst?
Da das Projekt in der Landwirtschaftszone steht, kamen die grossen Einschränkungen von Seiten der Ämter (Raumplanungsamt, Amt für Kulturgüter). So musste beispielweise der Neubau die Ausrichtung vom bestehenden Stöckli übernehmen. Das Volumen, die Dachneigung und das Vordach wurden uns ebenfalls klar vorgeschrieben. Die Bauherrschaft hatte eine erfrischend emotionale Distanz zum Projekt und keine allzu stark fixierten Vorstellungen im Kopf, da es sich um ihr Ferienhaus handelt. Mit diesem Hintergrund liess sich die Bauherrschaft für unkonventionelle Ideen begeistern.

Räumliche Verschränkung der Diele mit dem Dachgeschoss
Lichtspiel im Treppenraum

Gab es bedeutende Projektänderungen vom ersten Entwurf bis zum vollendeten Bauwerk?
Nein. Die äusseren Parameter und das maximale Volumen waren von Anfang an klar vom Raumplanungsamt vorgeschrieben. Auch hatte die Bauherrschaft eine ganz klare Vorstellung vom Raumprogramm.

Situationsplan
Erdgeschoss
Obergeschoss
Dachgeschoss
Ansicht Nord
Ansicht Südwest
Querschnitt
Jalousien - Lichtspiel, Spiegelung und Durchsichten

Wie gliedert sich das Gebäude in die Reihe der bestehenden Bauten des Büros ein?
Für uns war es das erste Projekt, das wir selbstständig durch sämtliche Phasen geführt haben, vom Entwurf bis zur Schlüsselübergabe.

Ersatzneubau Stöckli Ueberstorf
2014

Ueberstorf FR

Auftragsart
Direktauftrag

Bauherrschaft
Privat

Architektur
orgastritt architekten gmbh, Zürich
Mathias Stritt, Simon Orga

Gebäudevolumen
534 m3

Massgeblich beteiligte Unternehmer
Holzbauer: Beer Holzbau AG, Ostermundigen
Äussere Abschlüsse und Schreinerarbeiten: Wohnmacher AG, St. Antoni

Fotos
Nadine Andrey Fotografie, Bern
ost architekten, Zürich

Vorgestelltes Projekt

Brooks + Scarpa Architects

Southern Utah Museum of Art (SUMA)

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